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Eiswarnung für WM-Feld

Wie die Witterung und eine Wetterwarnung der Veranstalter das WM-Qualifikationsrennen von Örnsköldsvik beeinflusst haben.


Die Bilanz von Franz Zorn ließ schon so was erahnen. „Ein kurzes, passables Training“, so fasste der Österreicher seine Eindrücke vom Freitag zusammen. „Ich bin gut zufrieden. Morgen Gas!“


Der Routinier aus Saalfelden am Steinernen Meer hatte sich bereits freitags in jene Favoritenrolle gefahren, die er sonnabends bei der WM-Qualifikation in Örnsköldsvik auch vollends ausfüllte. Auf einer schwer zu nehmenden Bahn spielten vor allem die alten Hasen ihre Überlegenheit aus: neben Zorn auch Aki Ala-Riihimäki, der allerdings nicht so konstant fuhr wie der Österreicher.


Ich bin gut zufrieden. Morgen Gas! – Franz Zorn

Dass die Bahnbedingungen schwierig sein würden, hatte sich bereits in den Tagen vor der Veranstaltung abgezeichnet. Die Veranstalter von der ÖMK Rundbana wussten, dass das Wetter in Sachen Eisaufbau nicht auf ihrer Seite war: Der Wetterbericht hatte für die Nacht vorm Rennen 10 Zentimeter Neuschnee vorhergesagt.


Die Klubverantwortlichen hatten die Fahrer deswegen am Freitagmorgen warnend vor die Wahl gestellt: „Wenn’s 10 Zentimeter Neuschnee gibt, dann kann das neue Eis nach dem Training bis zum Rennstart nicht mehr mit dem alten Eis zusammenwachsen. Wollt Ihr trotzdem trainieren?“ Die Fahrer votierten für das Wagnis.



Die Bahnmeister bauten über Nacht neues Eis auf, allerdings unterbrochen von Schneeschauern. Deswegen war in der Tat nicht an allen Passagen eine stabile Bindeschicht gegeben, sodass die Linienwahl manchmal abenteuerlicher ausfiel als es für Außenstehende gut aussah. Vor allem Luca Bauer irrte einige Male auf der Suche nach einer konstant tragfähigen Eisdecke umher.


Das schneereiche Wetter in Schweden machte mehrere Fahrerbesprechungen nötig – und ein Sonderbriefing bei Inn-Isar-Racing mit Max Niedermaier, seinem gleichnamigen Vetter und Teamchef Christian Platzer (ganz links). Foto: Rainer Dachs
Das schneereiche Wetter in Schweden machte mehrere Fahrerbesprechungen nötig – und ein Sonderbriefing bei Inn-Isar-Racing mit Max Niedermaier, seinem gleichnamigen Vetter und Teamchef Christian Platzer (ganz links). Foto: Rainer Dachs

Sebastian Reitsma hatte zwar nach dem Training geahnt: „Ich habe ein gutes Gefühl.“ Und die schlimme Schulter vom Allsvenskan-Sturz schmerzt nicht mehr? „Ein bisschen wohl, aber das fühlt sich in Ordnung an.“ Auf dem besonderen Eis von Ö’vik aber holte den Niederländer die Verletzung denn doch wieder ein, er konnte den Lenker noch immer nicht mit der nötigen Kraft unter Druck halten.


Zorn, Ala-Riihimäki und Hans Weber, der auf internationaler Ebene fuhr als ob seine zweijährige Pause nie gegeben hätte, sowie Filip Jäger kamen mit diesen wechselhaften, gleichwohl nicht kriminellen Gegebenheiten am besten klar. Max Niedermaier und Luca Bauer erwiesen sich am lernfähigsten. Junge Burschen mit wenig Erfahrung taten sich dagegen schwer.


So setzt sich das WM-Feld für die Eisspeedway-Grands Prix 2026 zusammen


Direkt qualifiziert aufgrund der WM-Vorjahresergebnisse


Martin Haarahiltunen

Niclas Svensson

Max Koivula

Jasper Iwema

Heikki Huusko


Einzug aus der WM-Qualifikation in Örnsköldsvik


Franz Zorn 15

Aki Ala-Riihimäki 13

Hans Weber 12

Filip Jäger 12

Leon Kramer 9

Lukáš Hutla 9

Max Niedermaier 8

Luca Bauer 8


Ausgeschieden in Örnsköldsvik

Sebastian Reitsma 7

Ove Ledström 7

Andrej Diviš 7

Maximilian Niedermaier d.J. 4

Martin Posch 3

Isak Dekkerhus 2

Jo Sætre 2

Paul Cooper 1

Jimmy Hörnell 1

Melwin Björklin 0


Ein ausgiebiger Nachbericht mit O-Tönen direkt aus dem Kallehov-Stadion von Örnsköldsvik folgt in den nächsten als Video und Podcast.

 
 
 

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