Güstrow rüstet weiter auf
Vorm Bundesligafinale gegen Wittstock am Mittwochabend hat der MC Güstrow sein Aufgebot noch weiter verstärkt, um das Unmögliche möglich zu machen.
Große Aufgaben verlangen drastische Maßnahmen. Der MC Güstrow bietet deswegen für den Mittwochabend ein Aufgebot auf, das unter dem Motto „Auf sie mit Gebrüll“ steht: Beim Nachholtermin der Bundesliga gegen Wittstock holen die Titelverteidiger in Mikkel Andersen nicht nur den amtierenden Juniorenweltmeister – sondern auch gleich noch die beiden derzeit besten deutschen Fahrer.
Kai Huckenbeck stand – wie Andersen – auch für den ursprünglich angesetzten Termin am Freitag vergangener Woche im Aufgebot. Norick Blödorn kommt anstelle des Franzosen David Bellego ins Aufgebot. Tyler Haupt rückt auf die an sich für Villads Nagel, dann aber wegen dessen Verletzung an William Drejer übergebene Planstelle auf, Hannah Grunwald übernimmt seinen Part als Nummer 5.
Wir haben einen feinen Anreiz geschaffen, richtig spät ins Bett zu gehen. – Ralf Peters
Mit diesem Aufgebot sind die Stiere nicht nur klarer Favorit auf einen Heimsieg über Wittstock, die in Janek Konzack einen Deutschen im Aufgebot haben – aber in Mikkel Bech, Marko Lewischin und Jonas Knudsen zwar auch drei internationale Hochkaräter. Doch die Güstrower Mannschaft ist in allen Belangen eine Nasenlänge voraus:
Güstrow Torros
Kai Huckenbeck
Mikkel Andersen
Norick Blödorn
Tyler Haupt
Hannah Grunwald
Wölfe Wittstock
Mikkel Bech
Janek Konzack
Marko Lewischin
Adrian Cyfer
Jonas Knudsen
Vor allem der direkte Vergleich zwischen Blödorn und dem manchmal regelrecht entfesselten Lewischin verspricht Spannung. Doch andererseits hat Blödorn – der am Montagabend in England noch den Hinkampf des dortigen Ligafinals im „Battle of the Roses“ zwischen Manchester und Sheffield bestreitet – in diesem Jahr eine derartige Entwicklung genommen, dass der Ukrainer für ihn kaum ein Gegner sein dürfte.
Güstrow muss aber auch mit Kanonen auf Spatzen schießen, denn bis zur erfolgreichen Titelverteidigung ist es ein weiter Weg. „Mit der Meisterschaft wird es schwer. Denn wir müssten mit 31 Punkten Differenz gewinnen“, rechnet Teammanager Ralf Peters vor. „Aber wenn wir mit 11 Punkten gewinnen, sind wir Vize – und Stralsund ist Meister.“

Selbst ein titelbringender Kantersieg ist bei dem Aufgebot, das Güstrow am Mittwochabend von der Kette lässt, nicht ausgeschlossen. „Aber die Wittstocker kommen auch nicht mit Pappnasen“, bremst Peters, „und werden versuchen, den Titel zu gewinnen. Wir werden auf jeden Fall eine Mannschaft präsentieren, die ein spannendes Rennen um eine Meisterschaft zeigen wird, die es verdient, ‚Bundesliga‘ genannt zu werden. Wir haben einen feinen Anreiz geschaffen, auch an einem normalen Werktag mal richtig spät ins Bett zu gehen.“
Das Finale der Bundesliga geht am Mittwochabend um 20 Uhr los. Peters wirbt um Verständnis für den außergewöhnlichen Renntermin: „Es war eine lange Saison, und viele Fahrer und ihre Mechaniker haben ihren Urlaub schon lange im voraus geplant.“
Um trotz der ungewöhnlichen Ansetzung und wegen der thrillerartigen Ausgangslage die Bude voll zu kriegen, hat Güstrow eine besondere Aktion gestartet: Jeder Besucher, der eine voll zu zahlendes Eintrittskarte kauft, darf einen Gast umsonst mit ins Stadion bringen.



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