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„Ich wollte unbedingt fahren“

In seiner neuen Kolumne schildert Erik Riss in eigenen Worten, wie er seine Leistung beim DM-Auftakt in Herxheim einschätzt und was wirklich hinter seinem dritten Rang in der Pfalz steckt.


Normaler Weise wäre ich mit einem dritten Platz nicht zufrieden. Aber wenn man bedenkt, dass ich seit Juni letzten Jahres kein Rennen mehr gefahren bin – dann sieht das Fazit doch ein bisschen anders aus. Das war jetzt wirklich das erste Mal vom Startband seit Gnesen Anfang Juni 2025.


Dann kam noch dazu, dass ich seit Donnerstag vor Herxheim krank gewesen bin. Ich hatte am Mittwoch davor den Press and Practice Day bei meinem englischen Ligaverein Oxford; da muss ich mir etwas eingefangen haben. Mir ging es seit Donnerstagmorgen ziemlich dreckig. Ich war schon am Überlegen, ob ich in Herxheim überhaupt fahren sollte; ich war wirklich kurz davor, meine Teilnahme abzusagen.


Aber ich wollte unbedingt fahren. Damit ich wieder ein Rennen auf meinem Buckel habe – egal ob’s dann gut läuft oder nicht.


Das war fürs erste Rennen überhaupt keine gute Kombination. – Erik Riss

Im Endeffekt war’s ja auch nicht ganz schlecht. Ich habe mich den ganzen Tag lang überhaupt nicht wohlgefühlt. Erstens weil ich krank war. Zweitens aber auch wegen der Folgen meiner langen Rennpause: Wenn man so lange nicht am Startband steht, dann ist man unweigerlich ein bisschen rostig. Ich war bei den ersten paar Rennen noch gar nicht richtig im Fokus.


Wenn man krank ist, fühlt man sich allgemein schon schlapp und nicht motiviert. Dazu noch quasi das Comeback im Sattel – das war fürs erste Rennen überhaupt keine gute Kombination.


Beim Medien- und Trainingstag in Oxford hat sich Erik Riss mit einer Grippe angesteckt. Foto: Oxford Speedway
Beim Medien- und Trainingstag in Oxford hat sich Erik Riss mit einer Grippe angesteckt. Foto: Oxford Speedway

Beim Material haben wir für 2026 nicht viel geändert. Wir haben ein paar Dinge in den Motoren umgeändert. Das kostet natürlich Geld. Aber prinzipiell war ich schon im vergangenen Jahr mit den Motoren von Anton Nischler sehr zufrieden; wir mussten keine großartigen Neuerungen vornehmen, sondern konnten technisch einfach nur da anknüpfen, wo wir im vergangenen Jahr zwangsweise aufhören mussten.


Die genaue Analyse der Leistung von Herxheim zeigt denn ja auch: Technisch hat alles gestimmt – und an der menschlichen Komponente arbeite ich noch, das kommt zum Teil auch ganz automatisch, wenn die Grippe wieder weg ist und ich mehr Runden im Sattel gefahren habe. Deswegen ist auch die Saisonvorbereitung mit offenen Rennen in England, die diese Woche anstehen, so wichtig: Im Moment zählt einfach jeder Meter.


 
 
 

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