Lambert schrammt an Katastrophe vorbei
Beinahe hätte Robert Lambert seine WM-Ambitionen wegen eines Sturzes in Polen vergessen können.
Das war knapp. Es hätte nicht viel gefehlt, dann hätte Robert Lambert, der WM-Tabellenführer, beim letzten Grand Prix des Jahres auf seiner Heimbahn in Thorn an der Weichsel nicht antreten können.
Der Engländer stürzte beim vierten Heat im Playoffrückkampf zwischen Thorn und Lublin. Genauer gesagt: Fredrik Lindgren geriet innen auf eine noch klatschnasse Stelle genau am Übergang vom schlammigen Bahnbelag zur Drainageleitung; das Metallrost sorgte dafür, dass seine Maschine sich aus dem Drift aufstellte. Das Hinterrad schmierte dem Schweden weg – und der wurde direkt in die Spur von Lambert geschleudert.
Wenn ich ein bisschen schneller gewesen wäre, hätte ich mir die Schulter gebrochen. – Robert Lambert
Lambert konnte Lindgren nicht mehr ausweichen, streifte ihn an Kopf und Nacken und ging selbst über den Lenker. Dabei landete er hart auf seiner linken Schulter. „Da gab es einige Verletzungen an den Bändern. Ich habe nicht nur Krankengymnastik in Anspruch genommen, sondern auch eine spezielle Behandlung, um den Heilungsprozess zu beschleunigen“, vermeldet Lambert. „Ich habe enormes Glück gehabt, dass ich mir die Schulter nicht gebrochen habe. Der Arzt, der sich die Bilder von meiner Magnetresonanztomographie angeschaut hat, sagte, wenn ich nur ein bisschen anders gestürzt oder ein klein bisschen schneller gewesen wäre, dann wäre sie sicher gebrochen.“

Lindgren konnte nach dem Sturz nicht wieder für Lublin fahren. Er brauchte nach der Gehirnerschütterung und den Blessuren am Nacken einige Tage absolute Ruhe, will aber beim Grand Prix in Thorn wieder an den Start gehen.
Lambert hingegen sagt: „Ich habe am Freitag extra trainiert, um zu gucken, wie es inzwischen geht. Ich werde am kommenden Wochenende sicher parat sein.“



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