Loch an Loch – und hielt doch
- Norbert Ockenga
- vor 21 Minuten
- 2 Min. Lesezeit
Celina Liebmann blickt in ihrem aktuellen Blog auf das Liga Nord-Rennen in Meißen zurück.
Im Finale bin ich nur noch von Loch zu Loch gehüpft – und habe gehofft, dass ich irgendwie sitzenbleibe. Aber dass ich da im letzten Lauf nicht mehr gegen Janek Konzack gewinnen konnte, war für die Endabrechnung schon egal: Ich hätte mir sogar einen dritten Platz leisten können, und wir hätten das Liga Nord-Rennen in Meißen dennoch knapp gewonnen.
Aber die Bahn in Sachsen hat die Veranstaltung noch ordentlich extra gewürzt. Schon im Training hat sich die erste Rillen rausgefahren. Danach kamen ziemlich schnell drei bis vier fette Löcher dazu. Normaler Weise kenne ich es in Meißen eher, dass die Bahn in kleinen Platten großflächiger aufbricht. Dieses Mal war die Bahnbeschaffenheit ganz anders, mit kleineren Rillen und Unebenheiten. Und auch nur in der Startkurve; in der Zielkurve war gar nichts.
Das Rennen in Meißen war für uns als Frisian Lions vom MSC Moorwinkelsdamm enorm wichtig. Denn wir mussten unbedingt gewinnen, um vorm Finale am kommenden Samstag noch Titelchancen in der Liga Nord zu haben. Das haben wir auch geschafft – obwohl Meißen es uns richtig schwer gemacht hat. Die Hornets hatten Janek Konzack, der ein klares Maximum geholt hat – und Mike Jarczewski auf der 500R-Position, er wirklich stark abgeliefert hat.
Ich bin nur noch von Loch zu Loch gehüpft. – Celina Liebmann
So ist aus dem Rennen ein dauerndes Kopf-an-Kopf-Rennen geworden, in dem wir sogar zwischendrin die Führung verloren haben. Denn Carl Wynant ist ein Mal umstritten disqualifiziert worden, weil er Paul Weisheit von Teterower Hechten berührt haben soll. So hat es zumindest der Schiedsrichter gesehen. Wir fanden: Weisheit ist gefallen, als Carl einfacn nur vor ihm eingeschert hat.
Nach der Disqualifikation unmittelbar vor den Finalläufen habe ich kurz nicht mehr gedacht, dass wir das noch gewinnen können. Aber dann haben Dominic Hamminga, der auf der 500R-Position bis dato jedes Mal Zweiter gewesen war, sowie Carl und Jonny Wynant direkt nacheinander zwei starke Laufsiege folgen lassen.
Gerade die 500R-Planstelle hat wieder maßgeblich zur Entscheidung beigetragen. Gegen Ende ist Bruno Preibisch von Teterow besser ins Rennen gekommen. Er konnte ein Mal Hamminga und Jarczewski schlagen – und im Finale auf Rang 2 zwischen Hamminga und Jarzcewski fahren. Damit hat er den Meißenern auf der 500R-Position gegen Ende wertvolle Punkte geklaut.

Weil Jonny Wynant genau wie ich drei Laufsiege holen konnte und sein jüngerer Bruder Carl am Ende auch einen Dreier rausschlug, hatten wir schon vor dem letzten Heat wieder eine knappe, aber dennoch halbwegs komfortable Führung – die ich dann mit Rang 2 nach Hause gefahren habe.
Das beschert uns vor dem vorletzten Lauf der Liga Nord am Samstag auf heimischer Bahn in Friesland eine spannende Ausgangslage. Güstrow kommt als Tabellenführer nach Mowi’damm, mit einem Punkt Vorsprung sowohl auf uns als auch auf Titelverteidiger Meißen. Die Sachsen sind am Samstag nicht dabei, wohl aber Güstrow, dazu Wolfslake und Brokstedt – die aber beide im Titelrennen keine Rolle spielen.
Wir müssen Güstrow zuhause schlagen. Dann liegen wir in der Tabelle vor ihnen – und können am 19. September in Wolfslake den Titelsack zumachen.



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