Motorwechsel bei Svensson
- Norbert Ockenga
- vor 3 Stunden
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Beim großen WM-Favoriten müssen am Samstagabend die Schraubenschlüssel geschwungen werden.
Die Erleichterung währt nur kurz. „Glück gehabt – Schwein gewonnen“, kalauert Helmut Heimann am Freitagnachmittag in Inzell. Bei Niclas Svensson, einem der Schützlinge des Westfalen, sei im letzten Startbandtraining ein sich anbahnender Motorschaden gerade noch so rechtzeitig aufgefallen, dass Heimann meint, eine Reparatur sei noch möglich. „Ein Ventilteller ist gebrochen“, verrät er. „Das kriegen wir wieder hin – wenn wir einen Deckel finden.“
Svensson ist einer der großen Favoriten im Chiemgau, er ist mit zwei Motorrädern angereist. „Beide stammen noch von meinem Vater“, sagt der Schwedische und Nordische Meister. „Das eine habe ich im vergangenen Jahr gefahren, das andere hatten wir schon verkauft, haben es nun aber wieder zurückgekauft und neu aufgebaut.“
Glück gehabt – Schwein gewonnen. – Helmut Heimann
Doch just in dem Motorrad, der Svensson als Nummer 1-Maschine für den WM-Auftakt ausgeguckt hat, brach der Ventilteller. Und noch am späten Nachmittag musste Heimann seine eigenen Worte zurücknehmen: „Ich finde hier nirgends einen Ventildeckel. Antonín Klatovsky kommt zwar morgen und kann einen mitbringen. Aber der ist erst gegen 14 Uhr hier – und dann wird mir das mit der Reparatur zu knapp.“

Denn der Grand Prix in Inzell vor ausverkauftem Haus beginnt bereits um 17 Uhr.
Also entschied Heimann nach Rücksprache mit Vater Stefan Svensson: Motorwechsel. „Der andere geht ja auch“, beruhigt der Tuner. „Der hat zwar eine etwas andere Nocke, ist aber im Prinzip genauso gut.“



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