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On the Road Again

Das Eisspeedwaytraining in Schweden wird kurzerhand um mehr als 250 Kilometer verlegt.


Bei der Rallye Dakar würde man von einer „Verbindungsetappe“ sprechen. Aber: Geplant war das alles so nicht. Das Wetter hat Christian Platzer zum Umorganisieren gezwungen.


Der Tross von Inn-Isar-Racing reist heute 254 Kilometer von Örnsköldsvik nach Östersund, um dort einen weiteren Trainingstag einzulegen – bis dann morgen ein freier Tag für die bayerische Reisegruppe ansteht. „In Örnsköldsvik wird heute nicht gefahren, weil es schneit“, berichtet Inn-Isar-Racing-Teamchef Platzer. „Deswegen fahren wir jetzt rauf nach Östersund, damit wir keinen Trainingstag verlieren.“


Bernhard Sanftl und Haddy Krems, zwei der Neulinge, sind nicht mehr mit dabei. Beide haben die Heimreise angetreten.


Simon Mayer und Tom Weidinger haben einen richtig starken Schritt gemacht. – Christian Platzer

Am Dienstag stand der letzte Trainingstag im Stadion von Örnsköldsvik auf dem Programm – ohne den Lokalmatadoren und Weltmeister Martin Haarahiltunen. Denn dessen Renntransporter sprang bei happig zweistelligen Minustemperaturen nicht mehr an. Lukáš Hutla hätte nach seiner Knieverletzung heute wieder ins Training in Ö’vik einsteigen wollen, der Schneefall macht dem Europameister nun einen Strich durch die Rechnung.


Max Niedermaier nutzte den letzten Tag in Örnsköldsvik, um seine neu gesteckten Reifen einzufahren. Die renommierten Fahrer übten am Finaltag gezielt Paarfahren – denn das wird wichtig, weil die revitalisierte Mannschafts-WM in Heerenveen im April im Paarmodus ausgetragen werden wird.


Im Fahrerlager von Örnsköldsvik beherbergen zwei auf je zwei TEU-Containern aufgesetzte Fertighallen die Eisspeedwayfahrer. Foto: Rainer Dachs
Im Fahrerlager von Örnsköldsvik beherbergen zwei auf je zwei TEU-Containern aufgesetzte Fertighallen die Eisspeedwayfahrer. Foto: Rainer Dachs

Reini Greisel fabrizierte einen kleinen Sturz, der allerdings glimpflich ausging. Ansonsten brachte das Startbandtraining wieder starke Heats hervor. Christoph Kirchner ist im Laufe der Sitzungen quasi der Krabbelgruppe entwachsen: Der Rückkehrer wurde bei den Heateinteilungen zuerst mit den Novizen Simon Mayer, Bernhard Sanft, Haddy Krems und Thomas Weidinger eingestuft, hat sich dann aber so schnell wieder eingeschossen, dass er ins Lager der Arrivierten befördert wurde. Am letzten Tag setzte Kirchner sich in einem Heat sogar gegen Vizeweltmeister und Lokalmatador Niclas Svensson und Flip Jäger durchgesetzt. „Der ist eigentlich ein alter Hase, fährt seit 2006 Eisspeedway und war auch schon in Russland mit dabei – und auch bei der Deutschen Meisterschaft in Berlin“, ordnet Platzer ein. „Dann war er international ein paar Jahre weg vom Fenster. Aber er hat – auch durch uns – wieder Lunte gerochen.“


Die Frischlinge übten weiter in ihren eigenen Heats. Nachdem Bernhard Sanftl am Anfang am schnellsten reingefunden hatte, zogen am Dienstag auch die anderen nach. „Simon Mayer und Tom Weidinger“, notiert Teamchef Platzer, „haben ein richtig starken Schritt nach vorn gemacht.“



 
 
 

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