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Standortvorteil Ortskenntnis

vor 37 Minuten
3 Min. Lesezeit

Celina Liebmann verrät im neuen Blog, mit welcher Aufstellung die Inn-Isar-Devils am Freitagabend in Landshut ins Finale der Zweiten Liga gehen – und warum.


Ortskenntnis ist durch nichts zu ersetzen. Das war die Maxime, nach der wir letztlich unsere Mannschaft fürs Finale der Zweiten Bundesliga am Freitagabend in Landshut zusammen- und aufgestellt haben. Wir werden in der Besetzung


  • Lars Skupień

  • Michael Konrad

  • Celina Liebmann

  • Dominic Hamminga

  • Thomas Konrad

  • Lukas Wegener


ins entscheidende Rennen um den Titel gehen. Dass dabei Michael Konrad auf der zweiten Stelle, also der B-Position, steht, mag auf den ersten Blick verwundern. Aber Ben Iken war halt unser einziger Fahrer, der in der Einstufung und Liste der Funktionäre als B-Fahrer eingestuft war – und der hat aufgehört, wir standen also notgedrungen unter Zugzwang.


Wir haben viel hin und her diskutiert, wie wir die Lücke stopfen wollten. Es war schließlich nicht das erste Zweitligarennen, das wir ohne Ben Iken fahren müssen. Wir haben uns schließlich für eine quasi inhäusige Lösung entschieden: Wir wollen auf unserem bestehenden Team aufbauen. Ich bin der Meinung, dass kein anderer Fahrer, den wir von außen dazu hätten holen können, mehr rausholen würde als unsere Mannschaft.


Bei der Junior D sind vier bombastische Fahrer am Start. – Celina Liebmann

In Landshut wird’s nviel auf die Starts ankommen. Ich war am Sonntag nach Stralsund extra noch an der Ellermühle, um mir die Bahn und die Verhältnisse beim Halbfinale der Landesliga zwischen Landshut und Danzig anzuschauen. Und da ging auch außen was. Bei der Zweiten Liga ist der Bahnmeister vom AC Landshut zudem komplett für den Bahndienst zuständig – anders als beim Grand Prix oder den Polenligarennen, wo immer auch Externe mitsprechen. Ich erhoffe, dass der Bahndienst die Piste so präpariert, dass auch am Freitagabend außen was geht.


Dennoch sind die Starts in der One Solar-Arena immer enorm wichtig. Darauf haben wir bei der Aufstellung geachtet.


Michi Konrad hat in den letzten Jahren lange jede Woche Trainings in Landshut gefahren. Ich habe einige Videos gesehen, wo er auch Ligafahrer geschlagen hat. Der kennt diese Bahn besser, als viele Leute das glauben. Wenn er gute Starts hat, traue ich ihm auch zu, dass er vorn bleibt.


Celina Liebmann und Erik Pudel treffen Freitagabend in Landshut wieder aufeinander. Foto: Klaus Hauptmann
Celina Liebmann und Erik Pudel treffen Freitagabend in Landshut wieder aufeinander. Foto: Klaus Hauptmann

Dominic Hamminga ist dieses Jahr in Landshut Bayerncup auf 500er gefahren für den MSC Olching. Damals hat er mich vertreten, weil ich an dem Wochenende bei der Damen-WM unterwegs war. Der sollte also auch gut vorbereitet in den Freitagabend gehen. Gerade auf der Juniorenposition hat sich dieses Jahr schon oft die Zweite Liga entschieden. Hamminga wird sich wieder einige seiner legendären Kämpfe mit Magnus Rau vom MC Güstrow liefern. Da ging es dieses Jahr schon oft sehr eng zusammen, mit Ellenbogeneinsatz und Berührungen, und hin und wieder ging auch schon Mal ein Bein raus. Diese Duelle anzuschauen, macht immer sehr viel Spaß.


Und am Freitag ist auch Levi Böhme für den MSC auf der 500R-Position antreten. Der wird da noch für zusätzliche Brisanz sorgen. Es ist durchaus möglich, dass die Junioren den Rennabend am Freitag entscheiden werden. Und da sind wir in Dominic Hamminga bestens besetzt.


Aber bei der Junior D sind vier bombastische Fahrer am Start. Böhme. Hamminga, Rau und Thies Schweer haben sich schon bei der Liga Nord in Moorwinkelsdamm nichts geschenkt. Hamminga und Rau, aber auch die anderenhaben sich gedrückt und den Fuß rausgeschoben – das war der Wahnsinn.


Güstrow hat auf keiner Positionen einen Schwachpunkt. Bei Olching schauen wir auf die C-Position. Denn Patricia Erhart ist schnell. Sprich: Mir müssen bessere Starts gelingen als ihr.


Aber: Lukas Wegener auf der Reserveposition kann dabei mich auch ersetzen, wenn ich einen schlechten Tag haben sollte. Wegener stammt zwar nicht aus der Region, kennt aber Landshut auch bestens, denn er ist schon seit ein paar Jahren immer wieder im Bayerncup mit dabei gewesen.


Die Ausgangslage ist einfach: Wir liegen punktgleich mit Olching auf Platz 2. Güstrow hat einen Matchpunkt mehr. Bei einem Sieg von Olching oder unseren Inn-Isar-Devis muss ein Platz zwischen dem Sieger Güstrow sein, weil Güstrow unheimlich viele Laufpunkte hat. Wir haben aufgrund der Tatsache, dass wir in Herxheim ohne Dominic Hamminga gefahren sind, nur sehr wenig Laufpunkte.


Das verspricht für den Freitag einen spannenden Abend. Dafür wird auch die Bahn sorgen. Das ist ja nicht Olching, wo du einfach vorbei fährst. Wenn du in einem Durchgang die Startplätze Weiß und Blau hast, kann dich das schon ordentlich zurückwerfen. Dann musst du schauen, dass du als Mannschaft darauf reagierst und das wieder wettmachst.

 
 
 

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