Warten auf Belle Vue
Was es mit der Lücke im Kalender der Speedway-WM 2027 wirklich auf sich hat.
Der 12. Juni ist für einen Kandidaten reserviert: das National Speedway Stadion in Manchester. So bestätigt es Richard Coleman, der Chef der neuen Rechteinhaber an der Speedway-WM, in der neuen Ausgabe der britischen Fachzeitschrift „Speedway Star“, mit Blick auf den Terminkalender der Grand Prix-Serie 2027. Dort steht für den 12. Juni „tbc“, also „to be confirmed“ – sprich: Ort noch offen.
Demnach hege die Agentur weiterhin das Interesse, auf der Heimbahn designierten Britischen Premiership-Meisters Belle Vue Aces einen Grand Prix auszutragen. Und der Ball liege nun bei den Bahnbetreibern in der Mutterstadt der Industriellen Revolution. „Der Markt ist groß genug“, wird Coleman zitiert, „für Große Preise in Ipswich und Manchester.“

Gleichzeitig räumt er ein, dass seine Agentur Mayfield den Ausrichtern in Manchester keinen Vertrag über eine Doppelveranstaltung mit je einem Grands Prix am Freitag und am Sonnabend habe anbieten können – auf Druck des Motorradsportweltverbands FIM. „Die FIM hat uns schon im ersten oder zweiten Quartal diesen Jahres sehr klar zu verstehen gegeben, dass es nicht mehr durchsetzbar sei, in Europa eine Doppelveranstaltung auf die Beine zu stellen. Außerhalb von Europa haben wir das noch hingekriegt, doch in Europa wollte die FIM das einfach nicht mehr. Das habe wir Belle Vue dann auch so mitgeteilt. Jetzt müssen wir abwarten, wohin das führt.“
Denn in Manchester liegt die maximale Zuschauerzahl bei knapp unter 6.000, während auf Mayfields neuerdings eigener Bahn in Ipswich deutlich mehr Fans reingehen. Und bei nur weniger als 6.000 Besuchern fürchten die Betreiber in Manchester, nicht mehr kostendeckend arbeiten zu können. „Die Tür steht immer noch weit offen“, sagt Coleman in der Wochenzeitung. „Wir wollen alles tun, was wir können, um zurück nach Belle Vue zu gehen. Die Bahn dort ist wahrscheinlich die beste der Welt. Die FIM hat uns einen noch offenen Austragungsort im Kalender zugestanden, aber auch das kann nicht ewig so bleiben. Hoffentlich können wir die offenen Fragen in einem Tempo abarbeiten, dass für alle gangbar ist. Wir wollen da hin; der Ball liegt nun bei ihnen“, also den Chefs der Betreibergesellschaft der Belle Vue Aces.



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