Comeback an der Festwiese?
- Norbert Ockenga
- 3. Mai
- 1 Min. Lesezeit
Patricia Erhart sehnt sich die Rückkehr in den Sattel herbei – und hat dafür einen Plan.
Patricia Erhart steht gegenüber der Box von Brady Kurtz und lächelt schelmisch. „Ich würde hier ja auch fahren“, sagt die Bayerin. „So ist das ja nicht.“
Doch stattdessen fährt die 22-Jährige überhaupt nirgends – sondern wartet darauf, dass ihre malade linke Schulter heilt. „Die Knochen“, sagt Erhart und zeigt dabei mit beiden Zeigefingern einen imaginären Abstand von zwei Zentimetern in einem stumpfen Winkel, „standen so weit auseinander.“
Erhart ist ist im frühen Frühling beim ersten Lauf zur Italienischen Meisterschaft in Lonigo böse gestürzt, nachdem sie auf der rilligen Bahn zu weit nach außen und dann bis in den Airfence getragen wurde und dort einen Aufsteiger samt Highsider hatte. Die von „Paddy“ in die Landshuter Luft gezeichneten Knochen gehören zu ihrem linken Schlüsselbein, auf dem sie dort gelandet ist.

Weil der Bruch die Knochen so weit verschoben hat, wurde eine Operation mit Platten und Schrauben nötig. Die Konstruktion ist immer noch in der Schulter. „Die Platte bleibt eineinhalb Jahre drin, dann kommt sie raus“, berichtet Erhart.
So lange dauert ihre Pause natürlich nicht. „Ich möchte in Olching beim Fronleichnamsrennen wieder starten“, kündigt sie an. Schließlich ist Olching ihre Heimbahn – sie war sogar mit dem MSC-Team beim Zweitligauftakt im gar sehr weit entfernten Cloppenburg. „Aber wenn ich in Olching fahre, dann muss ich vorher noch irgendwo trainieren – sonst gibt das eine Katastrophe. Ich würde dann nach Slowenien oder Italien fahren, um mich da vorzubereiten.“



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