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Das große Beben: Weber wirft hin

Kurz vor WM-Beginn verkündet Hans Weber seinen Rückzug von der deutschen Nationalmannschaft.


So nicht. So deutlich schreibt es Hans Weber auf seinem Facebookauftritt – und verabschiedet sich via Social Media von der deutschen Nationalmannschaft für die Eisspeedway-WM in Heerenveen: „Nach Absprache mit dem deutschen Teammanager Bernd Sagert soll das Team aus mir und Max Niedermaier bestehen, der dritte Mann soll je nach Leistungsstand noch bestimmt werden. Das wird nach den jüngsten Entwicklungen so nicht sein, das heißt ich bin – Stand heute – raus.“


Als Begründung führt Weber an, dass er über unsere Website bahndienst.com erfahren hätte, dass es eine Kooperation zwischen dem DMSB und Inn-Isar-Racing gebe und dass der bayerische Verein ausschließlich seine Werbepartner auf den neuen Fahreroveralls platziert hätte. „Ich habe mit Inn-Isar-Racing nichts zu tun und werde in keinem Fall in einem Kombi mit Inn-Isar-Racing und irgendwelchen Sponsoren dieses Teams starten – weder in der Team-WM noch bei irgendeinem anderen Rennen. Ich kann es meinen persönlichen Sponsoren, die mir den Sport finanzieren, nicht zumuten, dass ich ohne ihre Präsenz bei Weltmeisterschaftsläufen starte.“


Hans Weber kündigt an, nur die Einzel-WM zu bestreiten – aber nicht die Team-WM. Foto: FIM
Hans Weber kündigt an, nur die Einzel-WM zu bestreiten – aber nicht die Team-WM. Foto: FIM

Dann vergleicht Weber die Ausgangslage bei der Team-WM mit jener bei anderen, ähnlichen Prädikatsläufen im Sommerbahnsport: „Beim Speedway of Nations und allen anderen Teamwettbewerben im Bahnsport treten die meisten Teams mit einheitlichen Kombis auf, bei denen aber jeder Fahrer seine persönlichen Sponsoren auf dem Kombi hat“, schreibt er. „Ich bin ein sehr nationalbewusster Mensch und bin immer sehr gerne und mit Stolz für Deutschland gestartet. Aber hier wurde eine Schwelle überschritten, und das heißt: ohne mich.“


Das Drama hat aber gerade erst begonnen. Denn im selben Eintrag hält Weber auch ein Hintertürchen auf – und spielt den Ball weiter: „Wenn Sagert, ADAC und DMSB an diesem Plan festhalten, findet die Team-WM ohne mich statt.“


Beim Einzel-WM-Auftakt in Inzell würde er selbstredend starten, teilt er auch mit, und zwar im für ihn gewohnten Grün.

 
 
 

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