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Deutscher Damen-Doppelsieg

Hannah Grunwald wird in Kroatien erneut Damenweltcupsiegerin vor Celina Liebmann.


Hannah Grunwald gewinnt im kroatischen Donji Kraljevec den erstmals ausgetragenen FIM Women's Speedway World Cup und führt damit einen deutschen Doppelerfolg vor Celina Liebmann an. Dritte wird die Slowakin Anna Hajkova, Rang 4 geht an Australiens Tayla Street.


Der Erfolg besitzt weit mehr Gewicht als Grunwalds Triumph im Vorjahr. Die FIM hat den bisherigen Women's Gold Trophy-Wettbewerb zur Saison 2026 aufgewertet und erstmals als Women's Speedway World Cup ausgeschrieben. Damit erhält der Frauen-Speedway erstmals einen Wettbewerb unmittelbar unterhalb einer offiziellen Weltmeisterschaft.


Austragungsort ist das Speedway Stadion Milenium in Donji Kraljevec – jahrelang Heimat des Speedway Grand Prix von Kroatien. Für Grunwald ist die Bahn inzwischen fast schon ein Erfolgsgarant. Bereits im vergangenen Jahr hatte sie dort triumphiert, nun verteidigt sie ihren Titel unter deutlich höherem nominellen Stellenwert.


Dabei entwickelt sich das Finale zu einem deutsch-deutschen Schlagabtausch. Celina Liebmann, Siegerin der Women's Gold Trophy 2023, schlägt Grunwald zunächst im zweiten Lauf. Die Antwort folgt im 12. Rennen, als Grunwald ihrerseits gegen ihre Landsfrau gewinnt. Beide ziehen punktgleich mit jeweils 11 Zählern ins Finale ein.


Hannah Grunwald strahlt nach ihrem neuerlichen Sieg in der inoffiziellen Damen-WM. Foto: FIM
Hannah Grunwald strahlt nach ihrem neuerlichen Sieg in der inoffiziellen Damen-WM. Foto: FIM

Dort entscheidet der Start. Grunwald setzt sich vom Band entscheidend ab und kontrolliert das Rennen bis ins Ziel. Liebmann muss sich wie schon im Vorjahr mit Silber begnügen, obwohl beide Fahrerinnen über den gesamten Wettbewerb nahezu gleichwertig auftreten.


Entsprechend groß fällt bei Grunwald die Freude über den nächsten internationalen Erfolg aus. Die Parchimerin spricht nach dem Finale von einer erfolgreichen Titelverteidigung, betont den großen Lerneffekt der beiden Trainingstage.


Auch Liebmann zieht trotz der verpassten Goldmedaille ein positives Fazit. Ausschlaggebend sei letztlich jeweils der Start gewesen. Dass sie gegen Grunwald einen Lauf gewinnen konnte, unterstreiche das hohe Niveau beider Fahrerinnen. Gleichzeitig hebt sie die Bedeutung der vorgeschalteten Speedway Academy hervor, in der insbesondere die Zusammenarbeit mit Ex-Grand-Prix-Sieger Matej Zagar neue Impulse gebracht habe. Neue Fahrtechniken, unterschiedliche Motorenkonzepte, intensive Startübungen und Linienwahl hätten wertvolle Erkenntnisse geliefert.


Hinter dem deutschen Spitzenduo bestätigt Anna Hajkova ihren Aufwärtstrend. Nach Rang 5 im Vorjahr fährt die Slowakin diesmal mit zehn Punkten souverän ins Finale und sichert sich dort Bronze. Lediglich die beiden deutschen Fahrerinnen können sie im gesamten Wettbewerb schlagen. Tayla Street aus Australien verbessert sich als Vierte gegenüber dem Vorjahr ebenfalls deutlich, während Louise Funch-Larsen aus Dänemark den Finaleinzug nur knapp verpasst.


Der World Cup bildet den Abschluss einer zweitägigen FIM Women's Speedway Academy, an der Fahrerinnen aus neun Nationen teilnehmen.


Parallel trägt die FIM erstmals auch die Women's Speedway Gold Trophy für Fahrerinnen bis 16 Jahre auf 250-Kubikzentimetermotorrädern aus. Dort setzt sich die Britin Demi-Blu Harris mit dem Maximum von 12 Punkten aus vier Läufen souverän durch. Nach ihrem Erfolg beim kroatischen Nachwuchswettbewerb im Vorjahr ist dies nun ihr erster offizieller FIM-Titel. Silber gewinnt die Australierin Ruby Chapman vor der Emsländerin Lenja Tebbe, die nun über Nacht nach Mühldorf fahren wird. Denn dort steht sie als Reservefahrerin im Feld der B-Lizenz im Rahmenprogramm des Langbahn-DM-Finals.


Ergebnis FIM Women's Speedway World Cup

  1. Hannah Grunwald (Deutschland)

  2. Celina Liebmann (Deutschland)

  3. Anna Hajkova (Slowakei)

  4. Tayla Street (Australien)

  5. Louise Funch-Larsen (Dänemark)


Ergebnis FIM Women's Speedway Gold Trophy (250 Kubikzentimeter)

  1. Demi-Blu Harris (Großbritannien)

  2. Ruby Chapman (Australien)

  3. Lenja Tebbe (Deutschland)

 
 
 

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