Die Besetzung der Todesgruppe
- Norbert Ockenga
- vor 3 Stunden
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Jetzt stehen die endgültigen Kader der Nationalmannschaften für Riga fest.
Am Freitag fliegen die Fetzen. Denn dann geht es in Riga um den Einzug ins Team-WM-Finale – im zweiten Halbfinale der Serie. Und dieses zweite Semi ist deutlich härter besetzt als die erste Runde in Landshut, in der Deutschland Dritter wurde.
Seit Montag steht fest, mit welchen Kadern die Nationen in die Todesgruppe vom Baltikum starten werden. Da nämlich musste das erweiterte Aufgebot von je 10 Fahrern auf die fünf Nominierten eingedampft werden.
Mit Dänemark, Schweden, Gastgeber Lettland und erstmals auch Norwegen kämpfen am Freitag im Bikernieki-Stadion von Riga vier Nationen um den letzten freien Platz im Finale der Mannschafts-WM. Der Sieger des zweiten Halbfinales komplettiert das Teilnehmerfeld für das Finale am 29. August in Warschau, für das Gastgeber Polen, Titelverteidiger Australien und der Landshuter Halbfinalsieger Großbritannien bereits qualifiziert sind.
Für Lettland ist die Veranstaltung ein Meilenstein. Erstmals richtet der baltische Speedway-Verband ein Halbfinale der Mannschafts-WM aus. Einen Tag später gastiert auf derselben Bahn auch der Grand Prix von Lettland.
Die Hoffnungen der Gastgeber ruhen auf Kapitän Andzejs Lebedevs. Der zweimalige Europameister führt eine Mannschaft an, deren Fahrer bereits bei allen drei bisherigen Finalteilnahmen Lettlands im Speedway der Nationen zum Einsatz kamen. Daniils Kolodinskis steht dabei vor einem besonders intensiven Wochenende: Der Nachwuchsfahrer gehört nicht nur zum lettischen Nationalteam, sondern erhielt auch die Wildcard für den Grand Prix am Samstag.

Als Favorit geht Dänemark ins Rennen. Teammanager Nicki Pedersen kann auf eine außergewöhnlich erfahrene Auswahl zurückgreifen. Angeführt wird die Mannschaft vom Speedway-World Cup-Sieger von 2012, Michael Jepsen Jensen. In Leon Madsen, Anders Thomsen und Mikkel Michelsen gehören drei weitere Fahrer zum Aufgebot, die regelmäßig auf Grand Prix-Niveau unterwegs sind. Komplettiert wird das Team durch Frederik Jakobsen, der erstmals bei einem Weltcup antritt.
Auch Schweden reist mit einer starken Besetzung nach Riga. Im Mittelpunkt steht die Rückkehr von Fredrik Lindgren, der nach seiner Verletzung erstmals wieder ein internationales Rennen bestreitet. Der Grand-Prix-Fahrer hatte nach seinem Sturz im polnischen Ligarennen zwischen Lublin und Leszno am 17. Mai sechs WM-Läufe verpasst. Neben Lindgren gehören die früheren Grand-Prix-Piloten Oliver Berntzon und Kim Nilsson sowie der zweimalige schwedische Meister Jacob Thorssell und Timo Lahti zum schwedischen Aufgebot.
Historisch wird der Auftritt Norwegens. Erstmals überhaupt hat sich das Land für ein Halbfinale des Speedway World Cup qualifiziert. Angeführt wird die Mannschaft vom früheren SGP2-Bronzemedaillengewinner Mathias Pollestad, der bereits im vergangenen Jahr maßgeblich an der Qualifikation Norwegens für den Speedway of Nations beteiligt war. Gemeinsam mit Lasse Fredriksen, Glenn Moi, Mannschaftskapitän Truls Kamhaug und Magnus Klipper möchte er nun für die nächste Überraschung sorgen.
Jede Nation startet mit vier Stammfahrern und einem Ersatzfahrer. Der Reservefahrer kann jederzeit eingesetzt werden. Jeder Fahrer darf maximal fünf Läufe bestreiten. Liegt eine Mannschaft mindestens sechs Punkte hinter dem Spitzenreiter zurück, kann der Teammanager zusätzlich einen taktischen Joker einsetzen und einem Fahrer einen sechsten Start ermöglichen.
Und so wollen sie fahren:
Dänemark
Michael Jepsen Jensen (Kapitän)
Leon Madsen
Anders Thomsen
Mikkel Michelsen
Frederik Jakobsen (Reserve)
Teammanager: Nicki Pedersen
Norwegen
Mathias Pollestad
Lasse Fredriksen
Glenn Moi
Truls Kamhaug (Kapitän)
Magnus Klipper (Reserve)
Teammanager: Kenneth Klipper Smith
Lettland
Daniils Kolodinskis
Andzejs Lebedevs (Kapitän)
Jevgenijs Kostigovs
Francis Gusts
Olegs Mihailovs (Reserve)
Teammanager: Vladimirs Vagels
Schweden
Oliver Berntzon
Timo Lahti
Jacob Thorssell
Fredrik Lindgren (Kapitän)
Kim Nilsson (Reserve)
Teammanager: Linus Sundström



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