Die ewige Wundertüte: dieses Mal wieder ein Sieg
- Norbert Ockenga
- vor 3 Minuten
- 2 Min. Lesezeit
Bei der EM in Güstrow zeigt sich Fahrstuhlfahrer Maciej Janowski wieder von seiner guten Seite. Tyler Haupt überzeugt, Kai Huckenbeck bleibt hinter den Erwartungen.
Maciej Janowski hat in der zweiten Runde der Speedway-Europameisterschaft 2026 seinen ersten Laufsieg in der Serie gefeiert. Der Pole setzte sich in Güstrow im Finale durch. Michael Jepsen Jensen übernahm nach der zweiten Veranstaltung die Führung in der Gesamtwertung.
Für die deutschen Fans begann der Abend mit einem Erfolg: Kai Huckenbeck gewann den ersten Lauf. Im zweiten Durchgang setzte sich Wildcardfahrer Tyler Haupt gegen zwei Topgegnger durch und hielt Andzejs Lebedevs und Patryk Dudek hinter sich. Der 16-Jährige wurde Zweiter. Die beiden weiteren Läufe der ersten Serie gingen an Leon Madsen und Nasar Parnitski.
In Lauf 5 musste sich Huckenbeck bis zur Ziellinie gegen Michael Jepsen Jensen behaupten, der den Dreier holte. Im sechsten Lauf gewann Kacper Woryna nach einem engen Duell mit Janowski und Jan Kvech. Adam Ellis sicherte sich am Ende des zweiten Blocks seinen ersten Laufsieg in der diesjährigen Meisterschaft.

Huckenbeck hatte in der Folge jeweils nach einem Bahndienst die ungünstigsten Startplätze. Und Überholen konnte der Emsländer nicht, sodass seine starke Anfangsphase einfach verhallte. Auch Haupt kam nicht mehr weit nach vorn, der Junior überzeugte auf seiner Heimbahn allerdings durch Kampfkraft und immer wieder neue, kreative Interpretationen bei der Linienwahl, um doch noch einen Weg nach vorn aufzumachen.
Doch der Abend wurde rasch zu einem Festival der ausländischen Stammfahrer.
Woryna legte in Lauf 10 seinen zweiten Dreier nach und übernahm nach drei Serien die alleinige Führung. Tom Brennan lag nur um einen Punkt zurück. Auch Michelsen, Madsen, Kvech, Huckenbeck und Parnitskyi hatten noch Chancen auf die Spitzenplätze.
Madsen eröffnete den vierte Block mit einem Sieg in Lauf 13. Danach sorgte Mikkel Michelsen für einen starken Auftritt, Woryna blieb jedoch an der Spitze.
Die fünfte und letzte Serie der Vorläufe brachte noch ein Mal Bewegung in die Reihenfolge. Jan Kvech ging als Führender ins Finale, während sich Jepsen Jensen als Zweiter direkt für den Endlauf qualifizierte.
Im Hoffnungslauf trafen Woryna, Janowski, Brennan und Madsen aufeinander. Die beiden Polen erwischten die besten Starts und sicherten sich die beiden verbliebenen Finalplätze.
Der erste Start des Endlaufs endete mit einem heftigen Sturz von Woryna, der anschließend vom Neustart ausgeschlossen wurde. Im Wiederholungslauf setzte sich Maciej Janowski durch und sicherte sich damit seinen ersten EM-Sieg.



Kommentare