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Die Startband-Malesche

Warum streikte das Startband in Melsungen? Und was bedeutete das für den Verlauf des offenen Grasbahnrennens?


Tom Hansen ist das erste Opfer. „Im Startbandtraining kam es beim ersten Startversuch zu einem technischen Problem“, rekapituliert der Schleswig-Holsteiner: „Das Startband ging nur teilweise hoch, sodass ich es rund 25 Meter mit dem Hals mitgezogen habe.“


Hansen war in der B-Lizenz einer der Favoriten – nicht zuletzt nachdem er wenige Monate zuvor in Mulmshorn bei Bremen sein allererstes B-Lizenzrennen gewonnen hatte. Sein gerissenes Startband setzte den Ton für ein Problem, das sich durch den ganzen Nachmittag von Melsungen gezogen hat: Ein Mal im Training und drei Mal in den eigentlichen Rennen ging das Band nicht hoch.


Das Vorderrad hat sich zu einer Acht verformt. – Jacob Bukhave

Danach schwenkte die Rennleitung um auf Ampelstarts. „Das war keine große Sache. Alle Fahrer sind gut damit umgegangen“, urteilt A-Lizenzfahrer Jacob Bukhave. Bukhave war neben B-Lizenzler Marcel Sebastian einer von zwei Nachrückern, die wegen verletungsbedingter Absagen kurzfristig ins Hauptfeld berufen worden sind: Jörg Tebbe und Darryl Ritchings hatten absagen müssen.


Paul Cooper verlor in Melsungen wertvollen Boden, als ihm in einem Vorlauf der Gaszug riss. Foto: Christian Platzer
Paul Cooper verlor in Melsungen wertvollen Boden, als ihm in einem Vorlauf der Gaszug riss. Foto: Christian Platzer

Was aber war mit dem ollen Startband los, dass es dauernd in Streik getreten ist? „Die Anlage musste vor dem Rennen auf eine Magnetsteuerung umgebaut werden“, erläutert Mario Siebert, der Chef des MSC Melsungen. „Aber wenn deren Magnete nicht zu 100 Prozent genau aufeinander sitzen, ziehen sie nur Strom – und irgendwann brennen die Spulen durch. Wir haben die Spulen im Rennen noch zwei Mal ausgetauscht – und dann auf Ampelstarts umgestellt.“


Bukhave kommt im Hauptfeld mit den verschärften Bedingungen bestens klar. „Meine Starts waren echt gut. Ich bin den Vorläufen nur von Andrew Appleton geschlagen worden“, blickt der Däne zurück. „Im Finale habe ich Appleton hart gejagt und ihn feste attackiert. Dabei hat sich mein Vorderrad entweder eingehakt, oder ich habe zu aggressiv und spitz eingelenkt. Das Vorderrad hat sich zu einer Acht verformt, und ich bin über den Lenker abgestiegen. So gab es keine Punkte im Finale, deswegen blieb am Ende nur Platz 4 – und das Motorrad ist auch reichlich mitgenommen.“

 
 
 

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