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Droht eine Zweiklassengesellschaft?

So lauten die Lehren aus dem Internationalen Eisspeedway-Paarcup von Avesta in Schweden.


Heikki Huusko knirscht seine Bilanz in ungewohnt kurzen Sätzen heraus. „Viel zu sagen gibt’s nicht“, grantelt der Finne nach dem internationalen Paarcuprennen der Eisspeedwayelite in Avesta per Textnachricht. „Kein gutes Rennen von meiner Seite. Muss vor der Saison unbedingt noch aufwachen.“


Da ist der Fahrwerksentwicklungsingenieur aus dem Werksteam von Toyota in der Rallye-WM nicht der einzige. Der Paarcup auf der gefluteten und überfrorenen Speedwaybahn von Masarna Avesta war das erste richtig weltklasse besetzte Rennen der neuen Eissaison. Und es enthüllte ein eklatantes Leistungsgefälle – was man schon bei den ersten beiden Supercupläufen in Schweden erahnen konnte.


Martin Haarahiltunen und Niclas Svensson sind zu Beginn der neuen Eiszeit die einzigen Fahrer, die auf konstant hohem und schnellem Niveau unterwegs sind. Lediglich Max Koivula kann hin und wieder die Dominanz der beiden Kindheitsfreunde aus Örnsköldsvik brechen. Doch schon dem Inhaber eines Fachgeschäfts für Golfzubehör gebricht es an der nötigen Konstanz.


Ich muss vor Saisonbeginn unbedingt noch aufwachen. – Heikki Huusko

Und in Avesta kam Landsmann und Paarpartner Huusko im entscheidenden Moment nicht mit: Nach einem selbstverschuldeten Abflug im ersten Lauf und einer darauffolgenden Zwangspause musste Svensson sich mit seinem Partner Jimmy Hörnell ein Paarduell mit den beiden Finnen um den zweiten Finalplatz des Paarcup liefern.


Svensson war nach seinen beiden Nullern ungeschlagen geblieben. Koivula hatte im ersten Block Haarahiltunen in Schach halten können. Doch im Halbfinale langte der neuerliche Sieg von Koivula nicht: Svensson/Hörnell liefen geschlossen dahinter ein, Huusko fuhr nur hinterdrein – sodass die Finnen ausschieden.


Jimmy Hörnell freut sich mit Freundin Leonore und Mechaniker Patrick Schneider, der von Inn-Isar-Racing kommt und früher Markus Jell technisch betreut hat, im Fahrerlager von Avesta über Paargold. Foto: Team Hörnell
Jimmy Hörnell freut sich mit Freundin Leonore und Mechaniker Patrick Schneider, der von Inn-Isar-Racing kommt und früher Markus Jell technisch betreut hat, im Fahrerlager von Avesta über Paargold. Foto: Team Hörnell

Luca Bauer/Jasper Iwema und ihr Ersatzmann Emil Lingwall waren in den Vorläufen gleichauf mit Haarahiltunen/Hörnell und Leon Kramer, schieden aber im Semifinale gegen die beiden Schweden aus.


Haarahiltunen gewann das Finale vor Svensson. Hörnell sicherte mit Rang 3 den Sieg für das vom Weltmeister angeführte Paar.


Max Niedermaier/Franz Zorn und Reservist Maximilian Niedermayer d.J. landeten auf Rang 5.


Eine genauere Analyse von Niedermaier d.Ä. und von Paul Cooper, der mit seinem Trio einen Rang hinter dem rein deutschsprachigen Dreigestirn landete, über den Paarcup in Avesta folgt im neuen Podcast, der noch diese Woche online gehen wird. Darin gibt's auch ein großes Interview mit Iwema – und einen Rückblick aufs Skijöring in Steingaden aus der Perspektive von Dominik Werkstetter.

 
 
 

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