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Generalprobe auf hartem Sand

Das erste Grasbahnrennen der Saison ist ein Fingerzeig für das, was in der Langbahn-WM und der Grasbahn-EM zu erwarten steht – ein Großangriff der Niederländer nämlich.


Jetzt ist auch für die Langbahnfahrer der Winterschlaf vorbei. Am Ostermontag fand in Balkbrug unweit von Groningen das erste international besetzte offene Rennen der neuen Saison statt – zwar ohne deutsche Beteiligung, dafür aber mit den besten Niederländern und Dänen. „Ich habe mich wirklich auf dieses Rennen gefreut“, sagt etwa Dave Meijerink. „Denn Balkbrug ist meine Heimbahn – und ich wusste, dass viele Freunde und Familienmitglieder kommen würden.“


Die Piste liegt auf dem sogenannten „Hondsrug“, einem Geestrücken, der sich aus dem sonst für die Region typischen Moor erhebt. „Am Abend vorher hat es ziemlich heftig geregnet. Aber das hat der Bahn gutgetan“, analysiert Meijerink. „Die Bahn war hart, und der sandige Belag ist dank des Bahndiensts auf allen Linien gut fahrbar gewesen; sie hat ganz verschiedene Linien ermöglicht.“


Der sandige Belag war überall gut fahrbar. – Dave Meijerink

Romano Hummel und Meijerink geben in den Vorläufen den Ton an. Hummel gewinnt einen Heat mehr als sein Landsmann. Deswegen kann Hummel zuerst den Startplatz für den Endlauf wählen, Meijerink danach. Der erwischt im Endlauf den besten Start und biegt als Spitzenreiter in die erste Kurve ein. „Aber dann kamen die Roten Fahnen, weil jemand beim Start angerollt ist“, bedauert Meijerink. „Beim Neustart kam ich dann ganz schlecht weg, und ich musste hart kämpfen. Beinahe hätte es trotzdem noch zum dritten Rang gereicht, am Ende bin ich Vierter geworden.“


Romano Hummel (l.) und Dave Meijerink sind auf dem feinen Sand des Geestrückens von Balkbrug die Schnellsten. Foto: HighSpeedPhotographix
Romano Hummel (l.) und Dave Meijerink sind auf dem feinen Sand des Geestrückens von Balkbrug die Schnellsten. Foto: HighSpeedPhotographix

Den Wiederholungslauf gewinnt Hummel sicher vor den beiden Dänen Kenneth Kruse Hansen und Patrick Kruse, die beide zum ersten Mal auf der körperlich anspruchsvoll zu fahrenden Bahn am Start gewesen sind.


Sieger Hummel bilanziert: „Für mich war es ein perfekter Tag, um mich auf den Saisonbeginn konzentrieren zu können. Denn wir haben in diesem Winter viel Arbeit in die Motorräder gesteckt. Sjoerd Rosenberg hat die Maschinen im Winter aufgebaut – und die funktionieren perfekt. Die Motoren laufen gut, der Speed ist da.“


Nach dem ersten Kräftemessen in Balkbrug müssen die beiden Niederländer als Favoriten für die WM gelten, die in diesem Jahr lediglich ein Rennen in Deutschland – in Scheeßel – aufweist und meist in Südfrankreich ausgetragen wird. Auch Meijerink zieht ein selbstsicheres Fazit: „Ich bin mit der Maschine zufrieden und fühle mich auch fit. Ich bin mit dem reinen Ergebnis nicht ganz zufrieden, aber auch nicht enttäuscht – denn ich weiß, dass ich alles gegeben habe und schnell genug dabei war.“


Die Familienehre rettete derweil Gattin Bridget Meijerink. Die nämlich fuhr als Beifahrerin im Beiboot von Markus Brandhofer – und gewann die Seitenwagenkonkurrenz ungeschlagen vor Joshua und Scott Goodwin sowie Jérôme Lespinasse/Lauryna Faget.


Eine ausführliche Bildergalerie mit den besten Aufnahmen von Fotograf Daniel Sievers findet Ihr direkt hier zum Durchklicken:



 
 
 

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