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Husarenritt trotz Zischens

Hans Weber ist bei der Eisspeedway-WM-Quali in Örnsköldsvik bester Deutscher – und das trotz eines unterschwellig mitfahrenden Technikproblems.


Eigentlich wäre die Überraschung auch so schon groß genug. Doch Hans Weber schafft es, sich bei der einzigen Qualifikationsrunde zu den Eisspeedway-Grands Prix vorzeitig zu qualifizieren und sich dabei in der Gesamtwertung sogar aufs Treppchen zu fahren – obwohl seine Gabel während der ganzen Veranstaltung Luft verliert.


Im neuen Podcast von bahndienst.com, der noch im Verlauf des heutigen Sonntags online gehen wird, wird Weber rekapitulieren: Jeweils ab der dritten Runde sei der Luftdruckabfall in der Gabel beim Fahren spürbar gewesen. In den ersten beiden Läufen auf noch jungfräulichem Eis sei das problemlos kaschierbar gewesen, im entscheidenden Lauf um den möglichen Gesamtsieg gegen Franz Zorn hätte er dagegen genau in dem Moment, als er den Österreicher eigentlich hätte attackieren wollen, lieber sein Tempo gedrosselt, um das Sturzrisiko zu minimieren.


Ich wollte in den ersten Durchgängen jeweils mit drei Punkten beginnen. – Hans Weber

Der Plan sei ohnehin gewesen, in den ersten drei Blöcken möglichst mit Siegen und zweiten Plätzen sein schnell auf acht Punkte aufzustocken, weil er das als Wasserscheide für die Qualifikation erachtet hätte. Notfalls wäre er dann aufgrund der Majorität der besseren Ergebnisse sogar direkt weitergekommen, falls er selbst nicht mehr gepunktet und andere mit ebenfalls acht Zählern zu ihm aufgeschlossen hätten.


Franz Zorn (Mitte) zieht beim Start zum vorentscheidenden Lauf in Ö'vik schon beim Start vor Hans Weber (rechts) weg. Der Bayer kann technisch bedingt nicht mehr kontern. Foto: FIM
Franz Zorn (Mitte) zieht beim Start zum vorentscheidenden Lauf in Ö'vik schon beim Start vor Hans Weber (rechts) weg. Der Bayer kann technisch bedingt nicht mehr kontern. Foto: FIM

Heute wird Weber auch beim dritten Lauf zum Schwedischen Supercupen in Strömsund an den Start gehen – genau wie die beiden Vettern Max Niedermaier und Neuling Simon Mayer, der nach seiner starken Steigerung in der Allsvenskan-Liga kurzfristig einen Platz im Jämtland angeboten bekommen hat.


Weber wird in Strömsund seine Ersatzmaschine fahren. Denn an der gebe es noch einiges an Feintuning zu erledigen. Es sei zwar immer so, dass man ein Lieblingsmotorrad hätte. Aber mit seiner zweiten Maschine sei er noch nicht so zufrieden, das wolle er heute beim Supercuprennen austesten und -merzen.


Den großen Podcast mit einem ausgiebigen Interview mit Hans Weber, aber auch mit O-Töne von Sieger Franz Zorn, den Deutschen Luca Bauer und Max Niedermaier und den anderen Qualifizierten gibt's dann im Laufe des Tages hier auf bahndienst.com

 
 
 

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