„Ich kann das gewinnen“
- Norbert Ockenga
- vor 2 Stunden
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Weltmeister Martin Haarahiltunen meldet sich rechtzeitig vorm Eisspeedway-WM-Auftakt wieder gesund.
Er kann diesen ganzen besonderen Unschuldsengelblick. Doch hinter den harmlos-treuen Augen von Martin Haarahiltunen verbirgt sich schiere Entschlossenheit.
Und auch seine freundlich-sanfte Stimme täuscht. „Seine unglaubliche Entschlossenheit und sein unbedingter Siegeswille“ – so macht Joe Sætre das Erfolgsgeheimnis von Haarahiltunen fest.
Der Norweger ist einer der Gäste beim großen Eisspeedway-Talkabend von bahndienst.com und Inn-Isar-Racing, der am Mittwochabend live gestreamt worden ist. Er ist als Mechaniker im Team von Haarahiltunen mit dabei – aber selbst auch Eisspeedwayfahrer, der einzige Norwegens derzeit. Und er verfügt über außergewöhnlich hohes technisches Verständnis, hat sich sogar ein eigenes Dragstermotorrad mit zwei in Reihe montierten alten Jawa-Speedwaymotoren zusammengetüftelt.
Morgens nach dem Aufstehen ziehen die Muskeln noch ziemlich. – Martin Haarahiltunen
Nicht nur Sætre ist zu Gast beim großen Talkabend im Studio Bayern, sondern auch Haarahiltunen selbst. Und der vierfache Weltmeister aus Örnsköldsvik in Schweden gibt in seiner Gesprächsrunde in Pfaffing gleich Entwarnung: „Morgens nach dem Aufstehen ziehen die Muskeln an der geprellten Rippe noch ziemlich. Aber die Milz macht keine Probleme mehr. Und auch die Schmerzen in den Rippen sind so harmlos, das sie mich auf dem Motorrad nicht behindern werden.“

Deswegen geht Haarahiltunen auch voller Selbstsicherheit in die ersten beiden Grands Prix in Inzell an diesem Wochenende. „Ich kann das gewinnen“, versichert er. „Natürlich gehe ich davon aus, dass ich das packen kann. Sonst bräuchte ich ja gar nicht erst anzutreten.“
In der Gesprächsrunde gewährt Haarahiltunen auch spannende Einblicke in sein Seelenleben: Er erklärt, warum ihn nach dem vierten WM-Titel in Heerenveen 2025 Zweifel überkommen seien, ob er sich noch wieder für ein weiteres Jahr motivieren könne – und was letztlich den Ausschlag gegeben hat, dass er sich doch erneut in den Sattel schwingt.
Und er gibt auch seine Einschätzung zur Ausgangslage der WM 2026 ab. Dabei bestätigt er zwar den Eindruck der ersten Rennen in Schweden und Finnland, wonach zu Beginn sein Schulfreund Niclas Svensson und er am schnellsten gewesen seien, aber mit Fortdauer der Saison die beiden Finnen Max Koivula und Heikki Huusko immer näher rangekommen seien. „Aber es wird nicht nur zwischen uns vier ausgetragen“, bremst Haarahiltunen. „Es gibt unheimlich viele Fahrer, die jederzeit gewinnen können. Dazu gehören sicher auch Max Niedermaier, Hans Weber und Ove Ledström – aber auch noch mehr.“
Den ganzen Livetalk könnt Ihr Euch hier als Aufzeichnung angucken:


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