Jörend zurück in den Sattel
- Norbert Ockenga
- vor 15 Stunden
- 3 Min. Lesezeit
Wie der schwer verunglückte Dominik Werkstetter das Skijöring in Steingaden als Schritt zurück ins reelle Bahnsportleben nutzt.
So schnell avanciert eine lockere Hobbyveranstaltung zu einer ernsten Angelegenheit. Das Skijöring in Steingaden am Sonntag wird zu einem wichtigen Schritt zurück ins motorsportliche Leben von Dominik Werkstetter. Der Bayer fährt im Allgäu in der Speedwayklasse mit. „Das ist das erste Mal, dass ich seit meinem Unfall wieder auf einer Bahnmaschine fahre“, sagt Werkstetter nachdenklich. „Das Rennen ist für mich eine gute Gelegenheit, wieder ein Gefühl für das Fahren auf einem Bahnmotorrad zu entwickeln. Deswegen habe ich auch extra meine eigene Speedwaymaschine rausgeholt.“
Damit ist Werkstetter der einzige Fahrer im Feld, der mit einem schräg im Rahmen eingebauten Motor in aktueller Bauweise fährt. Alle anderen sitzen auf historischen Maschinen mit einem nach klassischem Muster stehend eingebauten Aggregat, in der Fachsprache „Upright“ genannt. Im Gegensatz zum „Laydown“ von Werkstetter.
Der 28-jährige Niederbayer aus Zeilarn im Landkreis Rottal-Inn hatte im Frühling nach zwei Einsätzen in der A-Lizenz bei einer Ausfahrt auf seinem Straßenmotorrad einen schweren Unfall, musste in Linz notoperiert werden. Der Unfall ereignete sich unmittelbar nach seiner Rückkehr vom Grasbahn-EM-Halbfinale in St. Macaire. Neben Schulterverletzungen zog er sich vor allem Einblutungen in die rechte Hirnhälfte zu; weil der Hindruck stark anstieg, mussten die Ärzte ihn in ein sieben Tage langes Koma legen und die Schädeldecke öffnen. „Zum Glück bin in Linz in genau die richtigen Hände gekommen“, seufzt Werkstetter. So hätte nie zu befürchten gestanden, dass wegen der Hirneinblutungen eines oder mehrere der diversen Zentren im Kopf in Mitleidenschaft gezogen waren, welche die unterschiedlichen Körperfunktionen steuern. „Spätfolgen oder bleibende Schäden habe ich nicht. Allerdings habe ich durch die lange Zeit im Krankenhaus Muskelmasse abgebaut. Das merke ich jetzt, wenn ich wieder trainiere: Die Muskeln und auch die Bänder sind noch nicht wieder so belastbar.“
Erst am 10. Oktober hat man mir die künstliche Schädeldecke eingesetzt. – Dominik Werkstetter
Das Training hat der Klubfahrer des RSC Pfarrkirchen, der auf seiner Heimbahn den Bahnpokal dominiert hatte und danach für 2025 in die A-Lizenz aufgestiegen war, erst im Herbst wieder aufnehmen können. Denn erst am 10. Oktober hätten die Ärzte ihm eine künstliche Schädeldecke auf der rechten Kopfhälfte eingesetzt. „Zum Glück haben wir bei uns in der Nähe eine Motocrosshalle, die jeden Tag geöffnet hat. Da waren wir schon einige Male drin. Aber mit Bahnsport hätte ich an sich erst im Februar beginnen wollen; dann wäre ich in Kroatien oder Italien zum ersten Mal wieder gefahren.“
Doch plötzlich trat das Skijöring in Steingaden auf den Terminplan. „Ich habe in Österreich schon einige Mal an Skijöringrennen teilgenommen. Aber da gibt es nur Motocrossklassen. In Steingaden wird auch eine Wertung mit Speedwaymotorrädern gefahren. Das habe ich als ideale Trainingsmöglichkeit auf dem Weg zurück gesehen. Deswegen starte ich am Sonntag in zwei Klassen: Ich fahre sowohl mit meinem Cross- als auch meinem aktuellen Speedwaymotorrad. Das habe ich extra dafür wieder hergerichtet.“

Und wie funktioniert dieses exotische Skijöring nun? Werkstetter erklärt, der Skifahrer am Seil hinter ihm sei quasi ein externer Steuermann. „In den Kurven muss er ganz nach innen ziehen und auf der Innenkante fahren, damit er das Seil unter Zug halten und die Maschine so zu sich ziehen kann. Mit einem Motocrossmotorrad kann man dabei nicht driften, aber auf einer Speedwaymaschine müsste das genauso gehen wie im Sommer. Auf den Gerade muss der Skifahrer das Seil möglichst losen halten, sonst bremst er die Maschine. Deswegen muss er sich auf den Geraden auch möglichst klein machen.“
Dann schweifen seine Gedanken ab zu Julius Latein aus Erlbach, der am Sonntag im Allgäu der Mann auf den Brettern hinter Werkstetter sein wird. „Zum Glück“, sagt er, und dabei umschmiegt ein Lächeln seinen Fünftagebart, „ist der nicht gerade groß und ein ziemliches Leichtgewicht.“



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