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Mensch Meijerink

Nach den jüngsten offenen Grasbahnrennen in Deutschland und den Niederlanden stellt sich die Frage: Wer soll Dave Meijerink am Sonntag beim Grand Prix in Scheeßel schlagen?


Die Bilanz fällt nachvollziehbar aus. „Das war eines der besten Wochenenden meiner Laufbahn“, strahlt Dave Meijerink nach dem Grasbahnrennen in Rastede. „Drei Rennen und drei Siege. Ich fühle mich richtig fit gerade.“


Die Statistik untermauert den Eindruck des Niederländers: Platz 1 in Rastede. Platz 1 am Abend vorher in Bad Hersfeld. Und Platz 1 am Tag davor in Staphorst, vor Romano Hummel. Und am Wochenende drauf ging’s gleich so weiter: Ungeschlagen in Hertingen, klarer Sieg vor James Shanes. Und Platz 1 in Eenrum trotz eines Ausfalls.


Mit diesem Rückenwind reist der Niederländer zum Auftakt der Langbahn-WM nach Scheeßel am kommenden Sonntag. Wer also soll Meijerink in der Zevener Geest schlagen können?


Die eigene Wahrnehmung relativiert manches. „Ich bin ein Grasbahnfahrer, kein Langbahnfahrer“, wiegelt Meijerink ab. „Je mehr Lanhgbahnrennen ich fahre, desto besser werde ich auch da. Und in den letzten zwei Jahren habe ich dank der Erfahrung von Sjoerd unheimliche Fortschritte gemacht.“


Die Starts klappen dank der Tipps von Sjoerd Rozenberg immer besser. – Dave Meijerink

Sjoerd – das ist Sjoerd Rozenberg, der ehemalige Chefmechaniker von Romano Hummel. Als Hummel im Winter 2024/2025 seinen Rückzug vom Bahnsport ankündigte, heuerte Rozenberg bei Meijerink an. „Viel fahren ist das beste Training“, sagt Meijerink über seine jüngste Erfolgsserie. „Mit den Tipps und Tricks von Sjoerd haben wir wieder alles auf den Punkt gebracht.“


Allerdings sind sämtliche Siege auf Grasbahnen eingefahren worden, jenem Geläuf, auf dem Meijerink in den Niederlanden großgeworden ist. Scheeßel ist als 1.000 Meter lange und tiefe Sandbahn ein anderer Schnack. Das ist der einzige Hoffnungsschimmer für die Gegnerschaft vom Sonntag.


Dave Meijerink sieht in Mechaniker Sjoerd Rozenberg (links) einen Schlüssel zum Erfolg. Foto: FIM
Dave Meijerink sieht in Mechaniker Sjoerd Rozenberg (links) einen Schlüssel zum Erfolg. Foto: FIM

Doch den größten Fortschritt in diesem Jahr verortet Meijerink in einem Bereich, der auch in Niedersachsen enorm wichtig sein wird: „Die Starts klappen dann all der Tipps von Sjoerd deutlich besser. Die werden mit jedem Mal besser. Und Starts sind der wichtigste Bestandteil sowohl auf dem Gras als auch auf der Langbahn.“


Der große Favorit hat seine materialmäßige Infrastruktur nicht geändert: Motoren von Bert van Essen, dem niederländischen Tuner, und Kupplungen von Interdisc. „Ich fahre sowohl BVE als auch Interdisc schon seit vielen Jahren. Der größte Unterschied liegt in den Fortschritten beim Fahren – dank der Zusammenarbeit mit Sjoest.“


Meijerink ist inzwischen Anführer eines ganzen Clans von Bahnsportlern: Seine Gattin Bridget gewinnt im Beiboot von Markus Brandhofer fast so oft die Seitenwagenkonkurrenz wie ihr Ehemann die I-Soloklassen; Niek Meijerink, der Vetter von Dave, ist ebenso wie seine Schwester Sanne in der B-Lizenz unterwegs. Niek fährt zudem seit Heerenveen 2026 auch Eisspeedway, Schwester Sanne in den Niederlanden zudem im Frauen-Motocross.

 
 
 

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