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Mini-Max auf Entwachstumskurs

Max Niedermaier d.J. hat sich rechtzeitig vorm WM-Qualifikationsrennen in Örnsköldsvik so richtig eingegroovt – beim ersten Wochenende der Schwedischen Eisspeedwayliga.


Hat er damit den Diminutiv endgültig abgestreift? Max Niedermaier d.J., 25, gilt aufgrund der konsequenten Familienphilosophie, möglichst alle männlichen Nachfahren des Niedermauer-Clans „Max“ zu nennen, als „Mini-Max“, seit er auch Eisspeedway fährt – wie sein gleichnamiger Vetter und früher auch sein Onkel, einer der Sensationsweltmeister der Team-WM von Berlin 1983.


Inzwischen ist der junge Niedermaier auf dem besten Wege, sich zu emanzipieren. Spätestens seit dem ersten Wochenende der Allsvenskan, also der Zweiten Schwedischen Eisspeedwayliga. Da nämlich hat Niedermaier sich neben Leon Kramer und Sebastian Reitsma zu einem der Hauptdarsteller der Liga etabliert: Nach den ersten zwei Rennen führt Niedermaier die Averageliste an, sein Team Östersund rangiert auf Rang 2 hinter Bollnäs.


Am Ende ist mir komplett die Kraft ausgegangen. – Max Niedermaier d.J.

Niedermaier bilanziert: „Am Samstag hat alles gut funktioniert. Ich bin vier Mal zum Einsatz gekommen. Da war das Fahrerfeld nicht ganz so stark. Am Sonntag sind viele ausgefallen und haben Probleme gehabt mit dem Eis. Ich auch. Ich hatte am Schluss auch Probleme mit dem Eis. Deswegen haben mich auch fast alle in der letzten Kurve überholt – weil mir komplett die Kraft ausgegangen ist. Denn ich hatte die beiden Läufe vorher auch schon gefahren, weil Joe Sætre Probleme mit dem Motorrad gehabt hat.“


Die konsequente Vorbereitung von Max Niedermaier d.J. seit kurz nach Neujahr zahlt sich rechtzeitig zum WM-Qualifikationsrennen aus. Foto: Christian Platzer
Die konsequente Vorbereitung von Max Niedermaier d.J. seit kurz nach Neujahr zahlt sich rechtzeitig zum WM-Qualifikationsrennen aus. Foto: Christian Platzer

In besagtem Lauf holte allerdings Paul Cooper die Kastanien aus dem Feuer: Der Yorkshireman gewann vor Emil Lingvall; Niedermaier rettete trotz der immer länger und schwerer werdenden Arme noch einen Punkt und damit ein4:2 über Gävle. Damit war der Auswärtssieg von Östersund in Strömsund endgültig auch rechnerisch fest.“


Niedermaier packt beim Einrichten seiner Box beim Ligarennen in Strömsund mit an. Video: Christian Platzner

Niedermaier kann seine Leistungssteigerung besonnen einordnen. „In Strömsund ist die Bahn eher wie eine Eisschnellbahn wie in Inzell oder Heerenveen“, vergleicht der Bayer. „Östersund hat den gleichen Kurvenradius wie so eine Eisschnellbahn, aber eine kurze Gerade. In Strömsund haben wir eine lange Gerade gehabt und auch enge Kurven – das liegt mir eigentlich ziemlich. Vom Setup haben wir gar nichts verändert.“


Bei diesem Rennen im Duett mit dem Östersunder Teamkollegen Paul Cooper zeigt Niedermaier eindrucksvoll, zu welcher Qualität er sich inzwischen gemausert hat. Foto: Christian Platzer

Am 31. Januar, also am Samstag, ist Niedermaier d.J. einer von vier Deutschen, die sich in Örnsköldsvik um die Tickets für die WM 2026 bewerben – neben Max Niedermaier d.Ä., Luca Bauer und Hans Weber. Auch die beiden Österreicher Franz Zorn und Martin Posch stehen im Kallehov-Stadion am Band – in einem Feld, das sich gewaschen hat. Inn-Isar-Racing wird auf Facebook und YouTube das Training vor dem Qualirennen live streamen – am Freitag ab 11 Uhr.

 
 
 

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