Olching wagt sich an Zündstoff
- Norbert Ockenga
- vor 51 Minuten
- 2 Min. Lesezeit
Die Verpflichtung zweier ehemaliger Inn-Isar-Piloten legt eine Lunte an die Teamidylle des MSC Olching.
Es ist mindestens gewagt. Der MSC Olching heuert in Richard Geyer und Levi Böhme zwei Fahrer an, die im Vorjahr noch bei Inn-Isar-Racing in der Zweiten Bundesliga an den Start gingen.
Beide Sachsen haben aber keine Inn-Isar-Historie – sondern kamen als Beifang zur Allianz mit dem MSC Meißen zu den Bayern. Dieses Jahr hat Inn-Isar-Racing eine neue Fahrgemeinschaft mit dem AC Landshut gegründet, sodass es bayerninterne Neubesetzungen gibt – und die beiden Meißener Eigengewächse durchs Rost gefallen sind.
Da sollte die Professionalität im Vordergrund stehen. – Richard Geyer
Der MSC Olching hat dankbar zugeschnappt, gilt Böhme doch mit seinen 16 Jahren als einer der Vertreter der neuen potenziell goldenen Generation jugendlicher Drifter – und Geyer mit all' seiner Routine als sichere Bank für solide Punkte.

Doch in Olching treffen die beiden Meißener auf Patrick Hyjek als Teamkollegen. Und der liegt mit dem Meißener Verein seit langer Zeit juristisch im Clinch, deswegen setzte es bei der Liga Nord im vergangenen Jahr sogar Stadionverbot für Hyjek in Meißen.
Die Gründe für den Streit sind bahndienst.com bekannt. Krzysztof Hyjek, der Vater von Patrick, hat sich zu ihnen auf mehrfache Anfrage nicht geäußert.
Geyer gilt im Meißener Verein als Rechte Hand von Klubchef Ronny Weis, ist also in den veritablen Krach auch direkt involviert und kennt alle Details. „Das Eine hat ja mit dem Anderen nichts zu tun. Ich trete gerne für Olching an; die Streitigkeiten sind ja nicht zwischen mir und Patrick“, beschwichtigt Geyer. „Da sollte die Professionalität im Vordergrund stehen.“



Kommentare