Posch nach Handverletzung draußen
- Norbert Ockenga
- vor 2 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Warum Martin Posch die WM-Qualifikation in Örnsköldsvik vorzeitig abbrechen muss und wie es nun mit dem Österreicher weitergeht.
Fußballspieler'sche Zimperlichkeit kann man Martin Posch nun wahrlich nicht vorwerfen. Der Österreicher hat am Sonnabend nicht nur die Qualifkation für die Eisspeedway-Grands Prix in Inzell und Heerenveen verpasst – sondern sich dabei auch noch übel an einer Hand verletzt. Dennoch ist er mit verbundener Hand gemeinsam mit seinem Mechaniker Alexander Posch und Hans Weber auf dem Weg nach Strömsund, zum heutigen Supercupen-Rennen im Jämtland: Er könne doch seinen Kumpel und Technikpartner nicht hängen lassen.
Posch war am Samstagnachmittag mit einem Nuller in die WM-Qualirunde gestartet, hatte sich dann aber mit einem Laufsieg unter anderem über Sebastian Reitsma wieder in Reichweite der Qualifikantenplätze gefahren. In seinem dritten Heat verhakte er sich dann mit Ove Ledström: Der Schwede hatte am Kurveneingang um zirka 20 Zentimeter vor Posch die Nase vorn und deswegen die Kurve für sich beansprucht, scharf bis an die innere rote Begrenzungslinie eingelenkt – und damit Posch den Raum zugestellt.

Die Berührung der beiden vorderen Kotflügel war unvermeidbar, beide Fahrer purzelten verhakter Weise hin. Während Ledström weiterfahren konnte, zog sich Posch derbe Verletzungen an einer Hand zu: eine tiefe Schnittwunde, eine Kapselverletzung und eine schmerzhafte Verrenkung. Auch der Verdacht auf einen Knochenbruch steht weiterhin im Raum, wird erst bei einer Nachuntersuchung in Österreich final geklärt werden können – nachdem die Rennärzte in Schweden einen Bruch als höchst unwahrscheinlich einstuften.
Posch war im Training vergleichbar schnell unterwegs wie die späteren Qualifikanten, bei seiner Auftaktniederlage auch nicht abgeschlagen und beim folgenden Laufsieg eindrucksvoll unterwegs. Damit – und mit den Eindrücken von den ersten Trainings und Rennen – kürt er sich zu einem der ersten Anwärter für eine Wildcard für die WM-Läufe im März und April, muss aber darauf hoffen, dass das dem Selektionskomitee auch aufgefallen ist.



Kommentare