Rad-los in der Pfalz
- Norbert Ockenga
- vor 15 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
Lars Skupień wird beim DM-Auftakt in Herxheim bester vom Rest hinter den großen Drei – obwohl er einen kuriosen Unfall verdauen muss und sich durch den Abstimmungsdschungel tastet.
Es ist das Bild der frühen Saison: Lars Skupień schleppt sein Motorrad komplett ohne Vorderrad zurück ins Fahrerlager von Herxheim. Und der Westfale mit polnischen Wurzeln staunt nicht schlecht: „Ich habe so etwas auch noch nie gesehen.“
Skupień hat beim Auftakt der Deutschen Meisterschaft in Herxheim seinen ersten Lauf gewonnen – immerhin gegen Juniorenweltmeister und Neu-Glaswegian Mario Häusl. Im zweiten Heat tritt er gegen Erik Riss und Norick Blödorn an. Im Kampf gegen Riss um die zweite Stelle orientiert Skupień sich nach außen – und kommt dabei allein fahrend zu Fall.
Dabei büßt die Maschine die komplette Front ein: „Die Gabelplatten sind gebrochen. Das war durch den Unfall passiert, denn das Motorrad hat sich ein paar Mal überschlagen.“

Der Bundesligafahrer von Nordstern Stralsund und Zweitliga-Anführer der Inn-Isar-Devils berappelt sich nach dem Crash zwar wieder und gewinnt zwei weitere Läufe, unter anderem gegen Valentin Grobauer und Ben Iken.
Mit den Siegen über Häusl, Iken und Grobauer setzt er sich von diesem Trio im Kampf um den vierten Rang in der Endabrechnung entscheidend ab. Gegen die großen Drei – Blödorn, Kevin Wölbert und Riss – hat aber auch Skupień in der Pfalz keine Chance. „Herxheim war mein erstes Rennen dieses Jahr – ohne viel Trainingsmöglichkeiten davor“, bilanziert er. „Dazu war die Bahn auch noch neu für mich. Ich fand sie etwas gewöhnungsbedürftig. Meine Starts waren in Ordnung, aber ich habe teilweise Fehlentscheidungen beim Setup getroffen – weil ich die Bahn manchmal falsch gelesen habe.“



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