Riss’ weitere Planung steht
- Norbert Ockenga
- vor 2 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
So wird Erik Riss die nächsten Schritte nach seiner Rückkehr in Mühldorf in Angriff nehmen.
Der Fahrplan steht. Erik Riss hat kurz nach dem Titelgewinn in der Deutschen Langbahnmeisterschaft in sich hineingehorcht – und festgestellt: Nach dem turbulenten Comeback, der in einen sehr langen Renntag in Mühldorf mündete, brauchte er noch etwas Regenerationszeit.
Deswegen sagte der Memminger die beiden Zweitligarennen von Oxford gegen Plymouth und am Freitag in Scunthorpe, der Geburtskleinstadt von Tai Woffinden, ab. Dabei hätten die Oxford Cheetahs die Dienste von Riss gut gebrauchen können: Nach zwei Niederlagen im hohen Norden der Insel in Glasgow und Berwick ist das Team von Peter Schroeck unter die drei Letztplatzierten der zweiten Liga abgerutscht, Plymouth ist ebenfalls auf dem absteigenden Ast. Oxford kann gegen Plymouth also die Wende einleiten – muss dazu aber weiterhin mit Edward Kennett statt Riss planen. Kennett ist für 28 Tage als Vertretung für den Süddeutschen verpflichtet worden, solche Zeitarbeitsverträge sind eine typische Notlösung auf der Insel.

Nach der Pause wird Riss dann am Sonntag für den AC Landshut in der polnischen Landesliga antreten. Die Devils fahren daheim an der Ellermühle gegen Krakau. Die Wurststädter haben bereits eine Partie mehr absolviert als Landshut, nachdem deren Auswärtsmatch am vergangenen Sonntag bereits vorab wegen miserabler Wettervorhersage abgesagt werden musste. Landshut liegt in der Tabelle dennoch hinter Danzig und Gnesen auf Rang 3 und damit zwei Positionen vor Krakau.
Die Rückkehr von Riss am Sonntag wird den Playoffhoffnungen der Niederbayern einen massiven Vorschub leisten.
Tags drauf, am Montag, wird Riss auch beim Auftakt der Langbahnweltmeisterschaft in Marmande an den Start gehen. Der 13. Juli ist in Frankreich in diesem Jahr ein Brückentag, denn einen Tag später ist der berühmte Nationalfeiertag anlässlich des Jubiläums zum Sturm auf die Bastille. Riss wird über Nacht von Landshut zur dreiecksförmigen Grasbahn am Ufer der Garonne in Südfrankreich reisen müssen – was dann bei der bisherigen Krankheitsgeschichte die nächste große Herausforderung für Augen und Kopf darstellen wird.
Weil Riss weiß, dass die Nachtfahrt mit wenig REM-Tiefschlafphasen im wackeligen Transporter ihn erneut hoch belasten wird, hat der Ligarennen mit Oxford abgesagt – um sich vor dem strapaziösen Doppelschlag am verlängerten Wochenende maximal schonen zu können.



Kommentare