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Vettern-Wirtschaft

Max Niedermaier lässt im Training die Abstimmung seiner Gabel ändern und schiebt sich damit nach vorn.


Es ist kurz vor Fahrerlagertoresschluss, als Max Niedermaier auf den letzten Drücker doch noch rauskommt zu seinem Startbandtraining. „Wir haben noch schnell die Drücke der Gabel verändert“, ächzt der Jubilar, der gerade in seine 20. WM-Saison geht. „Deswegen ist es mit der Zeit so eng geworden.“


Denn die beiden gleichnamigen Vettern Max Niedermaier sind mit unterschiedlichen Abstimmungen ihrer Vorderradaufhängungen ins Training gegangen. „Wir sind mit beiden Gabeln jeweils in genau die gegenteilige Richtung gegangen“, konkretisiert Tuner Steffen Höppner. „Dabei geht es allerdings nicht um andere Gabeln, sondern nur um Drücke und die Hydraulik.“


Meine Maschine ist gefahren wie auf Schienen. – Max Niedermaier d.J.

Die Absprungbasis war jene Gabelabstimmung, mit der Max Niedermaier d.J. – dessen Vater Sepp frisch von einer Kur auf der ostfriesischen Insel Norderney nach Inzell gereist ist – zuletzt in der Allsvenskan-Liga in Schweden unterwegs war. „Die hat mir sehr gut getaugt; meine Maschine ist im ersten Training gefahren wie auf Schienen, und auch später lag sie immer sehr gut“, strahlte der jüngere Vetter. „Aber Max ist damit nicht so klargekommen.“


Die Vettern Max Niedermaier probieren und diskutieren verschiedene Gabelabstimmungen. Foto: Heike Kleene
Die Vettern Max Niedermaier probieren und diskutieren verschiedene Gabelabstimmungen. Foto: Heike Kleene

Der Ältere konkretisiert: „Ich hatte das Gefühl, dass mein Motorrad damit mitten in der Kurve immer angefangen hat, mit dem Vorderrad zu springen.“ Um ein weiteres Aufschaukeln zu verhindern, ließ er das Setup auf den letzten Drücker wieder auf seinen Stand zurückbauen. „Wir hatten aber auch ein anderes Vorderrad drin, mit dem wir vorher nur wenig in Schweden gefahren sind. Und man braucht mit einem neuen Radl immer ein paar Runden, bis es eingefahren und weich genug geworden ist.“


Mit der rückgebauten Gabel schob sich Niedermaier d.Ä. auf den zweiten Trainingsrang hinter Martin Haarahiltunen. Doch selbst danach furchten sich in sein Gesicht ein paar Sorgenfalten: „Ganz am Ende hatte ich wieder ganz kurz so ein Gefühl wie im vergangenen Jahr, dass das Motorrad wieder unruhig wird. Mal sehen, wie sich das morgen entwickelt.“



 
 
 

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