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Wirbel um Hyjek-Einstufung

Vor Beginn der Zweitligasaison am Samstag in Cloppenburg gibt's Zwist um die Kategorisierung der Fahrer – vor allem von Jungtalent Patrick Hyjek.


Fahrereinstufungen sind ein Dauerthema für Streitereien. Egal ob im GT3-Sport mit den Katalogisierungen in Platin, Gold, Silber und Bronze – oder im Speedway mit Averagelisten. In der Zweiten Speedwaybundesliga greift eine Kategorisierung, die Fahrer in Gruppen einteilt, welche nach den Anfangsbuchstaben des Alphabets benannt sind.


Als „A-Fahrer“ werden etwa Kai Huckenbeck, der ohnehin kaum in Deutschland fährt, aber auch Norick Blödorn, Kevin Wölbert, Martin Smolinski, Lukas Fienhage und Valentin Grobauer eingestuft. Bei Patrick Hyjek ist in diesem Winter der Trennstrich zwischen A- und B-Fahrer gesetzt worden. Was für einen Entrüstungssturm bei den Gegnern des MSC Olching gesorgt hat.


Für die Olchinger fährt der frischgebackene Abiturient mit polnischen Wurzeln in der Zweiten Bundesliga, die an diesem Sonnabend in Cloppenburg beginnt. In der ersten Fassung der Kategorisierung war Hyjek auch als A-Fahrer eingeordnet worden.


Patrick Hyjek sollte erst A-Fahrer werden, ist nun aber doch als B kategorisiert. Foto: Heike Kleene
Patrick Hyjek sollte erst A-Fahrer werden, ist nun aber doch als B kategorisiert. Foto: Heike Kleene

Doch dann legte Olching einen Antrag vor, ihn als „B“ zu kategorisieren. Was den Gegnern als zu gering vorkam, immerhin verfüge Hyjek über internationale Erfahrung in der dänischen Ligalandschaft und sei amtierender DM-Vierter. Da sei ein A-Status logisch. Doch dann, so argwöhnten Kritiker, hätte der MSC Olching zu viele A-Fahrer – und würde sich gleichzeitig in der Homogenität schwächen, da eine Lücke im Aufgebot auf Höhe der B-Fahrer klaffe. Dort sei zwar der von Inn-Isar-Racing losgeeiste Richard Geyer eingestuft, doch Hyjek auf „B“ der wertvollere Fahrer. Und auf „A“ hätte Olching in Martin Smolinski und Valentin Grobauer ohnehin schon einen Überhang.


Bei der endgültigen Einstufung kategorisierten die Regelmacher Hyjek dann in der Tat als B-Fahrer ein. Und beim Auftaktrennen am Samstagabend im Industriegebiet Emstekerfeld rücken die Bayern mit Smolinski und Hyjek auf den ersten beiden Positionen im Aufgebot an – und sind damit von allen Mannschaften oben rum am besten besetzt. Cloppenburg kommt mit Lukas Fienhage und Jonny Wynant, Herxheim mit Daniel Spiller und Dustin Schultz sowie Teterow mit Danny Knakowski und Mika Frehse.


Hat sich Olching also durch den Einspruch respektive den Antrag auf eine Änderung der ursprünglich geplanten Kategorisierung von Hyjek am Grünen Tisch einen Vorteil bei der Kaderaufstellung und Mannschaftsplanung herausgeholt?


Fahrer und Vereinsvorsitzender Smolinski winkt ab: „Wir haben den Antrag gestellt, Patrick als ‚B‘ einzustufen – das stimmt. Aber dabei ging es nicht um den MSC Olching, sondern generell um Fahrer in seinem Alter – um Patrick Hyjek genauso wie beispielsweise auch Mario Häusl. Wenn man solche Fahrer auf ‚A‘ kategorisiert, dann kriegen sie in Deutschland keine Einsätze mehr. Aber genau die brauchen sie, um sich fahrerisch weiterentwickeln zu können. Deswegen war es uns so wichtig, dass seine erste Einstufung in ‚B‘ geändert wird.“

 
 
 

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