Öffentliche Generalprobe
- Norbert Ockenga
- vor 11 Minuten
- 2 Min. Lesezeit
Hans Weber bereitet seine Rückkehr auf die internationale Bühne ebenso generalstabsmäßig wie öffentlich vor.
Hans Weber macht’s besser als die ganze Formel 1. Während die selbsternannte Königsklasse des Automobilsports sich gerade mit Testfahrten hinter hermetisch abgeriegeltem Tür und Tor blamiert, probt „Der Eishans“ in aller Öffentlichkeit für seine Rückkehr. Und hat inzwischen das Zeugnis dafür, dass seine beiden Maschinen funktionieren.
Beim Supercuprennen in Strömsund am Tag nach der WM-Qualifikation setzte sich Weber – wie im Podcast von bahndienst.com schon angekündigt – ausschließlich auf seine Reservemaschine. „Das Rennen selbst war schwierig: Es war wieder saukalt, und das Eis war brüchig, also schwer zu fahren“, ächzt der Bayer am Abend nach dem Rennen. „Ich habe sieben Heats gefahren, am Schluss ging mir schon etwas der Dampf aus.“
Es war saukalt, und das Eis war brüchig. – Hans Weber
Der Einsatzmarathon von sieben Läufen, führt er weiter aus, „begann mit einem Nuller, weil ich ins Startband gefahren bin. Dann folgten drei Siege und ein zweiter Platz gegen Niclas Svensson. Im ersten Lauf war Martin Haarahiltunen dabei, aber ich kam leider eben nur bis zum Startband.“
Die Bilanz von 11 Punkten langte nicht für den direkten Finaleinzug. Stattdessen besiegte Weber im Hoffnungslauf Max Niedermaier, Ove Ledström und Filip Jäger. Und das trotz gebremsten Schaums: „Ich habe wegen der schweren Bedingungen immer schon nach zwei Runden etwas Gas rausgenommen.“

Im Tagesendlauf bestätigte sich erneut das generelle Kräfteverhältnis, das sich schon während der gesamten Frühsaison 2026 herauskristallisiert hat: Zwei Schweden sind eine Nasenlange vor allen Gegnern. Martin Haarahiltunen siegte im Finale von Niclas Svensson. Weber wurde vor Luca Bauer Dritter. „Auch das zweite Motorrad lief perfekt“, bilanzierte Weber. „Nun geht der Fokus auf St. Johann am Samstag. Und St. Johann dürfte eine große Sache werden. Ich hoffe, dass ich viele von Euch da treffen werde.“
Das genaue Starterfeld und den Rennmodus vom Offenen Rennen in den Alpen hat bahndienst.com bereits am Dienstag exklusiv veröffentlicht:



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