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Öltjenbruns bester Deutscher

Die deutsche Jugend spielt in Scharnowitz keine Rolle. Jan Öltjenbruns überrascht aber im internen Vergleich.


Es ist eine handfeste Überraschung: Jan Öltjenbruns ist bei der Jugend-EM in Scharnowitz bester Vertreter der Deutschen – und nicht etwa der hoch gehandelte Bruno Preibisch.


Öltjenbruns landet in der Endabrechnung auf Rang 14, eine Stelle vor Preibisch und eine weitere vor André Damian vom MSC Olching. Der Westerstede war erst in diesem Jahr von der 125- in die 250-Kubikklasse aufgestiegen und hatte 2024 erst mit der Achtellitermaschine im Nachwuchsbereich des MSC Moorwinkelsdamm begonnen.


Wir sind mit dem Abschneiden von Jan voll zufrieden. – Kerstin Öltjenbruns

In Scharnowitz wurde er als Qualifikant vom Vortag ins kalte Wasser geworfen. „Die Fahrer von gestern hatten keinen Trainingslauf“, berichtet Mutter Kerstin. „Beim Setup haben wir alles so übernommen wie am Vortag.“


Jan Öltjenbruns wird bester Deutscher bei der Jugend-EM. Foto: Kerstin Öltjenbruns
Jan Öltjenbruns wird bester Deutscher bei der Jugend-EM. Foto: Kerstin Öltjenbruns

Allerdings präsentierte sich die Bahn in der Mittelslowakei am Finaltag anders als am Sonnabend der Qualifikation: härter, trockener und vor allem staubiger.


Öltjenbruns studiert die malerisch gelegene Bahn in der Slowakei. Foto: Kerstin Öltjenbruns
Öltjenbruns studiert die malerisch gelegene Bahn in der Slowakei. Foto: Kerstin Öltjenbruns

Für das Rennen war eine Reihe Fahrer gesetzt worden, die – anders als die Qualifikanten vom Vortag – vorab trainieren durften. Unter ihnen war auch Bruno Preibisch, während André Damian genau wie Jan Öltjenbruns ohne Training in den Wettbewerb gehen musste. „Die im Vorfeld gesetzten Fahrer haben das Niveau natürlich noch Mal höher gesetzt“, urteilt Kerstin Öltjenbruns. „Wir sind mit dem Abschneiden von Jan voll zufrieden.“


Den EM-Titel der 250er gewann Franciszek Szczyrba aus Polen mit Maximum einen Punkt vor seinem Landsmann Dawid Oscenda. Der Däne Elias Jamil setzte sich im Stechen um Rang 3 gegen Marek Ziman durch.


Jan Öltjenbruns und Bruno Preibisch auf dem Weg ins Fahrerlager. Foto: Kerstin Öltjenbruns
Jan Öltjenbruns und Bruno Preibisch auf dem Weg ins Fahrerlager. Foto: Kerstin Öltjenbruns

Für Szczyrba ist der Titelgewinn von Scharnowitz die Fortschreibung seiner Erfolgsbilanz. Er kommt aus Rybnik in Südpolen, einer der traditionsreichsten Speedwayregionen des Landes. Er wurde im Nachwuchs von ROW Rybnik beziehungsweise den Rybki Rybnik ausgebildet. Sein Vater Marek Szczyrba war selbst im Speedway aktiv und fördert seine Laufbahn seit früher Kindheit. Vor dem Speedway fuhr Franciszek auch alpinen Skisport, denn der Herr Papa ist inzwischen Skilehrer.


Im Jahre 2023 holte der Sohn den vierten Platz bei der Europameisterschaft der 125 cm³-Klasse. Ein Jahr später gewann er den Jugendbahnsportpokal für 125-Kubikfahrer, wurde Polnischer Meister in der 500R- sowie Europameister in der 250-Kubikzentimeterkategorie.













 
 
 

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