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Österreich ohne Zorn

Auch in der österreichischen Eisspeedwaynationalmannschaft brodelt es: Franz Zorn wird in Heerenveen nicht bei der Team-WM starten.


Selbst in den malerischen Alpen herrscht nicht heile Welt. Österreich muss ohne seinen besten Fahrer in die Eisspeedway-Team-WM gehen: Franz Zorn wird in Heerenveen nicht für Rotweißen starten. Nach einer Kontroverse und viel Kritik des Fahrers an den Funktionären.


Der 55-Jährige aus Saalfelden am Steinernen Meer hatte sich bereits in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Bahnsport aktuell“ in einem ausgiebigen Interview kritisch mit den Funktionären seiner Heimatföderation auseinandergesetzt. So bemängelt Zorn auch, dass er nicht für die EM in Varkaus aufgestellt worden sei, obwohl er dort hätte fahren wollen.


In einem dreiseitigen Schreiben interpretiert Oliver Özelt, der Teammanager der Heerenveener Équipe aus Hagenbrunn, nun, genau das sei der Grund, warum Zorn nicht fahren möge: „EM-Platz gewünscht, aber Teamplatz abgelehnt.“


EM-Platz gewünscht, aber Teamplatz abgelehnt. – Oliver Özelt

Özelt holt aus: „Seit eh und je gibt es in Österreich eine leistungsbasierte Nominierung für internationale Veranstaltungen. Der Teammanager präsentiert seine Vorschläge, die durch die Bahnsportkommission bestätigt werden müssen. Der Teammanager versucht, allen Lizenznehmern die Möglichkeit zu geben, an den WM- oder EM-Läufen teilzunehmen.“


Im Sommer 2025 hätte sich bei der turnusgemäßen Abfrage herausgestellt, dass wieder mehr Fahrer für 2026 an den Start gehen werden. „Das hat zu dem Entschluss geführt, dass es wieder die Möglichkeit geben wird, entweder an der WM oder der EM teilzunehmen, um allen Fahrern je nach ihrer Leistung die Möglichkeit zu einem Start in einem Prädikatslauf zu geben. Für alle Fahrer war dieses Vorgehen komplett klar und nachvollziehbar, war es in der Vergangenheit nie anders gewesen.“


Österreich muss in Heerenveen ohne seinen Besten auskommen: Franz Zorn. Foto: FIM
Österreich muss in Heerenveen ohne seinen Besten auskommen: Franz Zorn. Foto: FIM

Außer zu Coronazeiten, heißt es in diesem Pamphlet schon vorab, denn dort sei Zorn als einziger Vollprofi aus dem Kreise der Eisspeedwayfahrer der einzige gewesen, der auch während der Pandemie an allen Rennen hätte teilnehmen können. Drum sei er für die EM-Rennen dieser Jahre fix gewesen.


Den Prozess der Kaderzusammenstellung für Heerenveen dröselt Özelt genau auf. „Als es darum ging, die Plätze für das Eisspeedway der Nationen zu vergeben, wurden alle dafür infrage kommenden Fahrer informiert und um eine Rückmeldung innerhalb einer bestimmten Frist gebeten. Zorn war für den Teammanager nicht erreichbar, weder telefonisch noch schriftlich“, schildert er. „Nach Ablauf der Frist hat er sich nicht zurückgemeldet. Da man aber die stärksten Fahrer entsenden möchte, hat man versucht, noch weitere Male Kontakt aufzunehmen, erfolglos. Bis sich Zorn mit einigen Tagen Verspätung ohne Angabe von Gründen selbst mit einer Zusage beim Teammanager zu diesem Bewerb angemeldet hat. Nach einer offiziellen Aussendung mit der Aufstellung kam knapp eine Woche später ein kurzes Mail seitens Zorn, dass er aus persönlichen Gründen nicht teilnehmen wird.“

 
 
 

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