Apfelbeck fährt wieder
Im fernen Dohren hat die Bayerin Jenny Apfelbeck ihr erstes Training nach langer Zwangspause absolviert.
Das Comeback erfolgte quasi nebenbei. Am Mittwoch hat Jenny Apfelbeck ihr erstes Training auf einem Speedwaymotorrad absolviert – nach einer langen Pause wegen Kreuzbandverletzung und folgender Schwangerschaft.
Die Bayerin drehte beim Klubtraining auf dem Eichenring in Dohren ihre erste Runden. „Wir waren in Cloppenburg, um die Familie zu besuchen. Weil ich dieses Jahr noch ein Mal auf dem Motorrad sitzen wollte, habe ich meine Maschine mitgenommen“, schildert Apfelbeck. „Zuerst war ein Training in Neuenknick geplant. Aber das ist wegen des Wetters abgesagt worden. Der Verein von Dohren trainiert ja ziemlich lange – also habe ich da einfach angefragt.“
Nächstes Jahr will ich wieder an Rennen teilnehmen. – Jenny Apfelbeck
Für die frischgebackene Mutter war es der erste Ernstfall nach über einem Jahr Rennpause – noch dazu auf einer Bahn, die sie noch nie befahren hatte. „Ich habe langsam angefangen, hatte aber direkt wieder Spaß daran“, blickt sie auf ihre ersten Runden im emsländischen Kreisverkehr zurück. „Natürlich ist immer noch Luft nach oben. Aber es ging in erster Linie darum, mich wieder mit dem Bike vertraut zu machen und die gewohnte Sicherheit zurückzugewinnen.“

Die Knieverletzung, wegen der Apfelbeck sich ursprünglich eine Pause nehmen musste, hätte eigentlich operiert werden sollen. Das ging dann wegen ihrer Schwangerschaft nicht mehr. Die Ärzte rieten zu gezieltem Training, um Kreuzband und Meniskus mit stärkerer Muskulatur zu stützen und zu halten. „Mit dem Knie hatte ich in Dohren auch keine Probleme.“
Bereits acht Wochen nach der Geburt hätten die Ärzte ihr zudem das grüne Licht gegeben, auch generell wieder zu trainieren und sich rennfit zu machen. „Natürlich bin ich von meiner gesamten Muskulatur noch nicht so fit wie vor der Schwangerschaft. Aber das werde ich im Winter in Angriff nehmen.“
Denn für 2027 peilt Apfelbeck eine vollständige Rückkehr an: „Nächstes Jahr will ich wieder an Rennen teilnehmen. Wo oder was – das steht aktuell noch offen. Aber wieder fahren möchte ich auf jeden Fall.“



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