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Polen macht sich wieder offen

vor 5 Minuten
2 Min. Lesezeit

Weil die Polen ihre Legionärsregeln lockern, kommt Bewegung in den europäischen Transfermarkt.


Die Polen haben die Spendierbüxen an. Im kommenden Jahr dürfen Fahrer, die einen Vertrag in der ersten oder zweiten Ekstraliga haben, doch wieder in zwei anderen ausländischen Ligen an den Start gehen – und nicht mehr nur in einer.


Wobei die Polen die Definition von Ligen, die sie ernst nehmen, ohnehin einschränken: Die Bundesliga fällt ebenso wenig darunter wie die französische oder die tschechische. Und auch die zweite britische Division, die sogenannte Championship, fällt nicht unter den Bannstrahl der Polen. In all diesen Ligen darf man also auch dann noch fahren, wenn man schon in den drei anderen großen Ländern unter Vertrag steht.


Betroffen von der polnischen Einschränkung sind mithin lediglich die Premiership sowie die Elitserien in Schweden und die SpeedwayLigaen in Dänemark. Aus diesem Dreigestirn dürfen sich die Fahrer, die in Polens erster oder zweiter Division fahren möchten, nun noch zwei nationale Ligen raussuchen.


Jason Doyle ist erster Nutznießer der neuen polnischen Lockerung. Foto: FIM
Jason Doyle ist erster Nutznießer der neuen polnischen Lockerung. Foto: FIM

Im vergangenen Jahr hatte die Eins-plus-Eins-Regel, welche die Polen durchgesetzt hatten, vor allem bei den schwedischen Klubs für Federlesens gesorgt. Denn Dänemark hatte sich mehr und mehr zu einer Alternative gemausert.


Als erster Fahrer hat Jason Doyle auf die neue Regellockerung aus Polen reagiert: Der Australier dockt für 2027 wieder bei seinem schwedischen Verein Västervik an – nachdem er den 2026 mitten in der Saison verlassen musste, weil er sportlich und familiär Heimweh nach England hatte und ein Angebot von Belle Vue als Ersatz für den langzeitverletzten Dan Bewley annahm. „Ich danke ‚Micke‘, dass er mir im vergangenen Jahr erlaubt hat, meinen Vertrag zu brechen“, sagt der 41-jährige Australier in Anspielung auf Västerviks Teammanager Mikael „Micke“ Teurnberg, „sodass ich nach England zurückkehren konnte. Jetzt, wo die polnischen Regeln Starts in drei Ligen erlauben, freue ich mich auf eine neue Chance bei Västervik.“

 
 
 

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