Wird die Eis-EM zur Rennserie?
Hinter den Kulissen laufen Planung für zwei möglichen EM-Veranstaltungen im Eisspeedway.
Findet die Europameisterschaft zu neuem Glanz? Hinter den Kulissen zeichnet sich eine Serie von zwei Rennen ab, die im kommenden Winter zur Eisspeedway-EM zählen könnten.
Die Veranstalter in Varkaus im Norden Finnlands haben ihr Interesse angemeldet, erneut einen EM-Lauf auszurichten. Und auch im polnischen Sanok laufen Vorbereitungen zur Wiederaufnahme des Eisspeedwayrennens, das bis inklusive 2025 als einziges EM-Wochenende stattfand.
Sanok liegt allerdings nur gut 60 Kilometer von der Grenze Polens zur Ukraine entfernt. Der Grenzübergang im Dorf Krościenko, einem Kurort am Dunajec in der Woiwodschaft Kleinpolen im südöstlichen Polen zwischen den Pieninen, Gorce und Sandezer Beskiden, ist schon Teil des grenzüberschreitenden Pieninen-Nationalparks im Südosten Polens und der Ukraine.
Die Grenznähe hatte dafür gesorgt, dass nach Ausweitung der Kriegshandlungen in der Ukraine das Eisspeedwayrennen für ein Jahr ausgesetzt wurde. Nun soll es wieder veranstaltet werden – auch als EM-Lauf, wie zuletzt.

Damit könnte die FIM-Europe eine Miniserie aus zwei EM-Rennen auflegen. Oder sogar drei, wenn Sanok seinen Austragungsmodus wieder an das WM-Format von einem Rennen am Samstagabend und eines am Sonntagnachmittag angleicht.
Der Törn nach Varkaus in Finnland könnte für die EM-Teilnehmer doppelt schmackhaft gemacht werden: Max Koivula, einer der Titelanwärter in EM und WM, hat in seiner Heimatstadt Nokia eine eigene Bahn. Auf der würde er gern ein offenes Rennen ausrichten – am liebsten am Tag nach Varkaus, sodass ein Teil der EM-Teilnehmer auf der Rückreise noch in Nokia antreten könnte.
Koivula plant auf lange Sicht, auch Speedwayrenn auf seiner Anlage in Nokia auszurichten. Derzeit ist es noch seine persönliche Trainingspiste. Ein Finnland-Doppelschlag mit Rennen in Varkaus und Nokia würde den Fahrern, die seit dem Russland-Reisebannstrahl oft über zu wenig Einsatzmöglichkeiten in der Vorbereitung auf die WM klagen, weitere Optionen in Ergänzung zur schwedischen Allsvenskan-Liga und dem schwedischen Supercupen eröffnen.



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