Buenos Días, Argentina
Zwei Deutsche nutzen den Sommer auf der Südhalbkugel, um das ganze Jahr über Speedway zu fahren.
Zwei gehen auf große Tour: Patricia Erhart und Lars Skupień werden im Winter in der Internationalen Argentinischen Speedwaymeisterschaft mitmischen. Die genauen Termine für die Serie stehen noch nicht fest, geplant ist der Saisonauftakt am 13. Dezember auf der Traditionsbahn von Bahía Blanca, danach werden 11 weitere Läufe folgen.
Santiago Sergio Martínez, der Erste Vorsitzende vom Automoto Club Bahía Blanca, hat die nationale Meisterschaft des südamerikanischen Landes in diesem Winter wieder aufgewertet. Er plant mit acht Europäern. Neben der Bayerin und dem Westfalen sind die Gaucho-Stammgäste Paco Castagna und Niccolò Percotti aus Italien am Start, dazu der Lette Damir Filimonow und der Ukrainer Roman Kapustin.
Selbst der in Osnabrück geborene Brite Drew Kemp hat Interesse bekundet, ist nun aber doch nicht auf der Nennliste. Dafür aber der Franzoe Tino Bouin – der Schwager vom Cloppenburger Grasbahnstar Lukas Fienhage.

Die Gastarbeiter treffen auf ein Feld von Einheimischen, von denen man einige auch vom WM-Auftritt der argentinischen Nationalmannschaft in diesem Sommer kennt. Etwa Facu Albin, der in Europa für Filimonow als Mechaniker gearbeitet hat, Christian Zubillaga und Coty García. Wobei der überlegt, wegen seiner Selbständigkeit nicht die ganze Serie, sondern nur einige Rennen zu bestreiten.
Die Fahrerbesetzung lässt auf eine sehr ausgeglichene Serie schließen. Für die beiden Deutschen ist der Törn ans andere der Welt eine sinnvolle Gelegenheit, auch im Winter in Sachen Rennpraxis im Stoff zu bleiben – so wie es Engländer noch in den Neunzigern und Nullern regelmäßig in Australien gemacht haben und wie es etwa Dan Bewley im vergangenen Jahr in Kalifornien praktizierte.
Beinahe wäre es sogar nicht nur bei Patricia Erhart und Lars Skupień geblieben: Mika Frehse steht noch auf einer Nachrückerliste von Organisator Martínez, der vom argentinischen Verband für die Ausrichtung der Meisterschaft und das Aushandeln der Preisgelder sämtliche Freiheiten eingeräumt bekommen hat – und der über die Verpflichtung von möglichen Deutschen Rücksprache mit seinem Kumpel und Intimus, dem Kupplungspapst Holger Lund, hält, dann aber die Fahrer direkt einlädt.



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