Auf falscher Fährte
- Norbert Ockenga
- vor 10 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
Enthüllt: Warum Janek Konzack am Freitag beim SGP2 in Lodz wirklich nicht mithalten konnte.
Die wahre Ursache fand sich erst am Samstagmorgen. „Als wir das Öl abgelassen haben“, berichtet Janek Konzack nach dem U21-WM-Lauf in Lodz, „hat sich rausgestellt,, dass der Motor richtig schwer geht. Entweder ist die Kurbelwelle verzogen – oder was am Motor.“
Diesen sich anbahnenden Motorschaden hatten der 16-Jährige und sein Vater Roberto Diener während des SGP2-Rennens am Freitagabend nicht auf dem Schirm. „Die Starts waren sehr gut. Aber ab dem zweiten Lauf hatte immer das Gefühl, dass mir die Leistung fehlt“, konkretisiert Konzack. „Wir haben aber nicht dran gedacht, dass es am Motor liegt, sondern geglaubt, dass das Setup nicht passt.“
Wir haben nicht daran gedacht, dass es am Motor liegt. – Janek Konzack
Zumal Konzack sich von der Piste überrascht zeigte: „Es war alles neu. Das Banking war unerwartet hoch. Ich fand, durch den Griff vom Material wurde der Reifen ganz anders angesprochen: Ich habe nuur ganz links die Stollen abgefahren. Wir hätten wohl mit ein bisschen höherem Luftdruck fahren müssen, damit der Reifen mehr dreht.“

Weil er sich zu sehr auf die Abstimmungsarbeit versteift hätte, sei er gar nicht auf die Idee gekommen, den Motor als Ursache in Betracht zu ziehen – und auf die sehr wohl vorhandene Ersatzmaschine umzusteigen.
Die Summe aus zäherer Leistungsabgabe und irritierendem Belag sorgte dafür, dass Konzack bei seinem Nachrückereinsatz in der Junioren-WM nur einen einzigen zweiten Platz als bestes Laufresultat zuwege brachte und dem nur noch zwei dritte Ränge folgen lassen konnte. Mit Platz 14 in der Endabrechnung blieb er weit hinter den eigenen Erwartungen zurück.
Der Motor ist inzwischen bei seinem polnischen Tuner zur Ursachenforschung, während Konzack sowohl in der Bundes- als auch der dritten polnischen Liga an den Tagen nach Lodz wieder deutlich besser unterwegs war.



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