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Böhme überzeugt in Ostböhmen

So liefen die beiden Halbfinals der Viertelliter-WM für Junioren in Pardubitz.


Es sind zwei Tage mit zwei Gesichtern. Beleuchtet man die beiden SGP3-Semifinals im geschichtsträchtigen Pardubitzer Speedwaystadions aus Sicht der Zuschauer, so war das erste Rennen am Dienstag sicherlich das schöner anzusehende.


Doch beim Ergebnis war, zumindest aus deutscher Sicht, das zweite Halbfinale am Mittwoch das erfolgreichere. Dem noch 15-jährigen Levi Böhme vom MSC Meißen ist es vorbehalten, als einzigem Deutsche ins Weltfinale der Junioren einzuziehen. Der Endlauf der 250-Kubikklasse findet am Freitag im Breslauer Olympiastadion als Vorprogramm zum eigentlichen Grand Prix statt.


Dabei muss Böhme sogar ein Mal zu Boden, als er in seinem zweiten Lauf in der letzten Runde den führenden Polen Francisczek Szczyrba angreift. Doch danach geht der junge Sachse sehr geordnet zu Werke. Er kann mit zwei Laufsiegen den fünften Platz holen, was locker zur Qualifikation vor den Augen der mitgereisten heimischen Fans reicht.


Levi Böhme freut sich im Kreise der Seinen in Pardubitz über den Finaleinzug. Foto: Caro Hunger
Levi Böhme freut sich im Kreise der Seinen in Pardubitz über den Finaleinzug. Foto: Caro Hunger

Der zweite Deutschen, Jan Oeltjenbruns vom MSC Moorwinkelsdamm, sieht sich am Ende mit vier Zählern auf dem 13. Platz wieder und nimmt einen Sack voller neuer Erfahrungen nach Nordwestdeutschland.


Am ersten Semifinaltag hat es für den Neubrandenburger Bruno Preibisch, der im Ligabetrieb in Diensten des MSC Güstrow steht, nur zum 11. Rang mit sechs Zählern gereicht. Preibisch, der kurz vorm Start noch auf das Ersatzmotorrad wechseln musste und dann auch gleich unliebsamen Bodenkontakt hatte, kam danach nicht mehr wunschgemäß ins Rennen und mithin etwas zerknirscht das Fahrerlager verlassen.


Für Lenja Tebbe hatte es zu zwei Punkten gereicht. Damit war die 16 Jahre alte Niedersächsin aus Dohren, die am Freitag ihren Schulabschluss feiert, dennoch zufrieden. Die zwei Zähler hatte sie sich ehrlich erfahren – und an zwei weiteren war sie in zwei anderen Läufen nur denkbar knapp gescheitert.


Als Favoriten auf den WM-Titel reisen die beiden Rennsieger Marek Ziman aus der Slowakei und der einheimische Pole Franciszek Szczyrba nach Breslau. Beide hatten ihre Erfolge jeweils mit Punktemaximum feiern können.

 
 
 

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