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Ice (Speedway) in the Sunshine

Mitten im Sommer feiert die deutsche Eisspeedwaynationalmannschaft in Bayern ihren dritten Platz bei der Team-WM in Heerenveen nach – mit jeder Menge Prominenz und einer urbajuwarischen Atmosphäre.


Sogar Michael Lang gibt sich die Ehre. Der Allgäuer, der zu Sowjet- und GuS-Zeiten lange Deutschlands bester und charismatischster Eisritter gewesen ist und phasenweise sogar den dominanten Osteuropäern und Schweden die Suppe versalzen konnte, ist am Wochenende nach Fronleichnam in Albaching mit dabei, als auf dem Hof von Bernhard Sanftl die Schwein am Spieß rotieren.


Kein Wunder: Der zweifache Einzel-WM-Dritte aus Trauchgau ist Klubkamerad von Christoph Kirchner beim MSC Steingaden. Von jedem Christoph Kirchner also, der mit seinem Husarenritt im kleinen Finale von Heerenveen die Mauer der defensiv aufgestellten Tschechen niederreiten und Deutschland zu WM-Bronze führen konnte – was Lang vor ihm ebenfalls schon zwei Mal erreicht hatte.


Neben Lang bemüht auch Max Niedermaier sr. an jenem Abend die Historie, denn der Vater des aktuellen WM-Dritten Max Niedermaier gehört seinerseits zu jenem Trio, das anno 1983 in Berlin sensationell Weltmeister wird – gegen die Sowjets und Schweden, aber auch gegen einen hartnäckigen Störenfried in Person von Roloef Thijs aus den Niederlanden.


Die Sause zu Ehren des jetzigen Bronzerangs findet – moderiert vom bayerischen Kultstadionsprecher Günter Korn – in einem heimlichen Epizentrum des deutschen Eisspeedwaysports statt: In Albaching ist sowohl Exfahrer und -Teammanager Jürgen Liebmann mit seiner Gattin Sylvia zuhause und deren Tochter Celina aufgewachsen – wie auch Christian Platzer, der Teamchef von Inn-Isar-Racing. Und Bernie Sanftl, der Jugendfreund von Max Niedermaier, der dieses Jahr mit dem Eisspeedway begonnen hat und gleich einen bemerkenswerten Einstand hingelegt hat.


Das Festmahl bei der WM-Bronzefeier erinnert schwer an ein Lied der Mittelalterrockband Schandmaul. Foto: Caro Niedermaier
Das Festmahl bei der WM-Bronzefeier erinnert schwer an ein Lied der Mittelalterrockband Schandmaul. Foto: Caro Niedermaier

Die in Schnaps getränkten Schweine, die auf dem Hof der jungen Familie Sanftl gereicht wurden, stammen von Uwe Kunemann, einem jahrelangen Förderer von Niedermaier. Auch sonst sind alle wichtigen Partner der deutschen Nationalmannschaft anwesend, darunter Versicherungsmakler Klaus Bisl, Brandschutzexperte Jürgen Meindl, Winterdienstmogul Sepp Kugelmann. Inn-Isar-Racing hat in Christian Platzer und Videograf Rainer Dachs den Vorstand entsandt – aber auch beinahe die gesamte Zweitligamannschaft, angeführt von Kapitänin Celina Liebmann.


Aus den Kreisen der Eiseiligen sind neben Kirchner und den beiden gleichnamigen Vettern Max Niedermaier auch Franz Mayerbüchler, Gastgeber Sanftl, der frischgebackene Vater Thomas Weidinger und der gerade zurückgetretene Reini Greisl dabei. Lediglich Simon Mayer hat absagen müssen: Der hat am Anfang der Woche seine Meisterprüfung in Bad Zwischenahn im Ammerland, also diagonal gegenüber am anderen Ende der Republik, gehabt; sein Team ist zwar bei der Feier dabei, er selbst aber muss sich entschuldigen.


Die weiteste Anreise hat daher Bernd Sagert: Der Teammanager der Deutschen stammt aus Stralsund.


Caro Niedermaier hat die bayerische Hof- Scheunenparty mit der Kamera begleitet. Hier sind ihre besten Fotos, aufbereitet zu einer neidisch machenden Videoshow:




 
 
 

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