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Bewerbung bei der Night of the Fights

vor 3 Minuten
3 Min. Lesezeit

Keijo Busch ist am Samstag beim Flutlichtspektakel in Cloppenburg Bahnreservist. Hier bloggt er, wie aus einem losen Austausch ein Fahrerplatz mit Hintergedanken wurde.


Eigentlich ist das Ganze eher aus einem losen Geplänkel heraus entstanden. René Deddens und ich haben ein bisschen hin und hergeschrieben, denn wir beide sind schon seit langem recht gute Kumpels.


Ich wollte damals eigentlich nur wissen, wie’s ihm so geht. Er hat mir dann ein bisschen erzählt, wie schwer es in diesem Jahr sei, ein Fahrerfeld für die Night of the Fights in Cloppenburg zusammenzustellen – weil es einige Terminüberschneidungen mit diversen Ligen gibt, die Fahrer binden, mit denen er und der MSC Cloppenburg eigentlich gerechnet hatten.


Ich bin schon vorher wieder im Speedwaytraining gewesen. Denn Motorrad zu fahren, ist immer das beste Training – auch für die Langbahn. Und genau darauf sind wir in unserem Austausch dann auch zu sprechen gekommen. Ich meinte: „Wenn Du einen Startplatz in Cloppenburg frei hast, dann fahr’ ich da auch.“


Eigentlich aus Spaß.


Aber René hat sofort geantwortet: „Wenn Du Bock hast, kannst Du zweite Reserve machen.“ Dann haben wir das direkt an dem Abend noch fest vereinbart.


Für meine langfristige Planung kann das nur gut sein. Ich habe mich in diesem Jahr zwar auf meine Rückkehr auf die Langbahn konzentriert. Aber der Plan ist: Nächstes Jahr möchte ich mehr Speedway fahren. Wenn man in der Liga Nord irgendwo unterkommt, wäre das toll. Es muss natürlich mit der Langbahn passen. Denn wenn ich da einen Vertrag habe, dann ziehe ich die Langbahn vor. Aber wenn ich nichts habe, bin ich gerne gewillt zu fahren. Und Überschneidungen zwischen der Liga Nord und Langbahnrennen sind ja eher selten.


Wenn ich 2027 in der Liga Nord irgendwo unterkomme, wäre das toll. – Keijo Busch

Ich bereite mich jedenfalls schon länger auf eine mögliche Ausweitung auf den Speedway vor. Ich fahre momentan fast jeden Mittwochabend nach Nordhastedt, wenn das vom Wetter her geht. Und an den Wochenenden gehe ich meist auch irgendwo Speedway fahren.


Ich habe ein Motorrad von Stephan Katt bekommen. Das ist jene Maschine, mit der ich mein Comeback im ersten Schritt vorbereitet habe. Ein weiteres Speedwaymotorrad habe ich noch von einem Sponsor zur Verfügung gestellt gekriegt. Das, was ich von Stephan habe, ist von 2014, hat aber wenig gelaufen. An dem ist alles gerade, wir haben das ganz neu aufgebaut. Es ist kein Wunderwerk der Technik; da sind die Polen und Australier sicher besser aufgestellt. Aber die wollen damit ja auch ihr Geld verdienen; ich will Spaß haben.


Keijo Busch bereitet sich in Nordhastedt auf eine Zukunft im Speedwaysport vor – und auf die Night of the Fights.
Keijo Busch bereitet sich in Nordhastedt auf eine Zukunft im Speedwaysport vor – und auf die Night of the Fights.

Wenn sich für 2027 in der Liga Nord ein Teamplatz ergeben sollte, würde ich auch noch mehr in die Speedwaymotorräder investieren. Denn dann möchte ich da natürlich mehr als nur mitfahren. Das haben wir mit dem Langbahnteam schließlich genauso gemacht: zuerst einen Zeh ins Wasser gestreckt – und dann auf hohes technisches Niveau nachgerüstet, als klar war, dass ich wirklich wieder voll einsteigen werde.


Das würde ich im Speedway genauso ernsthaft machen, wenn sich eine Perspektive in der Liga Nord auftun sollte. Oder bei dem einen oder anderen Offenen Rennen, wo ich ins Feld passen könnte.


Wenn in am Sonnabend in Cloppenburg bei der Night of the Fights wirklich zum Einsatz kommen sollte, ist die Perspektive eine andere. Dann versuche ich natürlich, jemanden von den Gegnern zu ärgern. Aber bei solch’ einem guten Fahrerfeld braucht man sich nicht vornehmem, einen Lauf gewinnen zu wollen. Das ist unrealistisch. Wenn man einen Punkt fahren kann, wäre das schon eine kleine Überraschung.


Man hofft natürlich nicht, dass sich jemand verletzt. Aber vielleicht fährt ja jemand ins Band, und man kriegt auch von der zweiten Reserveposition einen Chance. Dann gucken hoffentlich die richtigen Leute aus den Liga Nord-Vereinen zu, sodass sich noch in diesem Herbst die ersten Gespräche für einen Platz in einer Mannschaft für 2027 ergeben und verfestigen.


Ich bin jedenfalls bereit.

 
 
 

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