Cooper hält Lokalheld in Schach
- Ingolf Schmidt
- vor 2 Stunden
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Beim Comeback des Bergringrennens in Teterow schrammt Speedwayexperte Mika Frehse nur knapp an der Sensation vorbei.
Wie heißt es schon im legendären „Bergringlied“ von Hartmut Rachow aus dem Jahre 1990? „Und Petrus hat wieder Mal gut gemeint.“ So war es auch zu Pfingsten 2026 auf dem einzigartigen Teterower Bergring, den Rachow als Sohn der Kleinstadt in der Mecklenburgischen Schweiz kurz nach der Wende musikalisch verewigt hat.
Nach einem Jahr Zwangspause beendet strahlender Sonnenschein und ein Thermometer mit mehr als 20 Grad das unfreiwillige Sabbatical. Die Aktiven finden also toll äußere Bedingungen auf der anspruchsvollen 1,887 Meter lange Grasbahn vor. Und die Fahrer verwöhnen die 7.000 Zuschauer mit feinem Sport.
Die Solisten der Grasbahnklasse bleiben auch bei der Wiederauflage des Klassikers das Salz in der Suppe. Wenn die 500 Kubikzentimeter großen Einzylinder von GM oder Jawa ihre herrlichen Klänge in die weiten Wälder rund um die Bahn schicken, dann glänzen die Augen der Bergringfans.
Auch wenn in diesem Jahr wieder der erfahrene Paul Cooper beide Hauptrennen – also das Grüne Band und den ADAC-Goldhelm für den Bergringpokal – gewinnt, so gehören die Herzen der Fans doch dem 20-jährigen Mika Frehse vom gastgebenden MC Bergring Teterow.

Frenetisch wird er angefeuert. Und der jüngste Spross einer Bergringdynastie aus Wismar kommt in beiden Prädikatsläufen nur unwesentlich hinter Cooper ins Ziel. Auch seine Rundenzeiten sind fast mit jenen des Engländers identisch.
Frehse selbst zeigt sich hocherfreut über seine Leistungen, die auf einem ehemaligen Motorrads des am Berg höchst erfolgreichen Enrico Janoschka eingefahren hat.
Jeweils Dritter im Grünen Band und im Bergringpokal wird der Brite Mitch Godden, der sonst im Gespannsport mit seinem Beifahrer Paul Smith aktiv ist.
Undankbarer Vierter wird in beiden Läufen der alte Haudegen Stephan Katt aus Neuwittenbek. Der „Catman“ lobt in einem kurzen Interview vor der Siegergehrung die Organisation der Veranstaltung in höchsten Tönen. Und das Wort von Katt hat im Gras- und Langbahnsport eine erhebliche Bedeutung.
Freudestrahlend verlässt auch Stephan Repschläger das Fahrerlager seiner Heimbahn. Repschläger, der nur einen Steinwurf vom Bergring entfernt wohnt, hat zwei ganz feine sechste Plätze eingefahren – jeweils hinter dem 25-jährigen Engländer Aarren Butcher, der zum ersten Mal in den Heidbergen unterwegs ist.
Die Speedcrosser tragen zwei Pokalläufe aus. Der Niederländer Erwin Mulder gewinnt den Hechtjungenpokal, der Einheimische Simon Schmidt den Speedcrosspokal. Bei den Amazonen heißt die Siegerin Tanja Schlosser, und bei den Quads kann sich Marcus Ruf aus Groß Wokern zum zweiten Mal nach 2024 in die Siegerliste eintragen.



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