top of page

Danzig dreht den Rückkampf

vor 11 Stunden
3 Min. Lesezeit

Wie sich Favorit Danzig im Finale der Landesliga gegen harte Gegenwehr von Landshut durchsetzte.


Beim privaten Abschlusstraining des Titelfavoriten passierte es. Tim Sørensen zog sich eine tiefe Schnittwunde am rechten Fuß sowie einen Trümmerbruch eines der zugehörigen Zehen zu. Damit schied einer der Leistungsträger von Danzig, dem Tabellenführer der Vorrunde der polnischen Landesliga, vorm Rückkampf im Playofffinale gegen Landshut aus.


Für die Gäste galt: Sie haben gekämpft und wollten den Sieg, doch am Ende mußten die Landshut Devils am vergangenen Sonntag die Mannschaft von Küste Danzig auch ohne Sørensen ziehen lassen. Der war zwecks Anfeuerung und moralischer Unterstützung an Unterarmgehstützen im Stadion im Norden Polens – und sah einen klaren Sieg der Seinen über die Niederbayern.


Und auch wenn es mit dem Coup am Ende nicht ganz geklappt hat: Die Mannschaft um Teammanager Krzysztof Zielinski kann stolz auf ihre Leistung in der nun abgeschlossenen Saison sein. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten legte das Team eine brilliante Rückrunde auf die Bahn und machte dem Favoriten Danzig im ersten Finalrennen in Landshut das Leben schwer. Beim zweiten Finalrennen an der Ostseeküste traten die Gastgeber schon bei den Trainingsfahrten mit breiter Brust auf und unterstrichen ihren Sieges- und Aufstiegswillen.


Das Rennen startete durchwachsen für Landshut. Im ersten Heat waren Kim Nilsson und Erik Riss zunächst in Richtung 2:4 unterwegs, bevor Jacob Thorssell in der letzten Runde an Nilsson vorbeizog und sich den Laufsieg vor den beiden Gästefahrern holte. Danach lief es mit einem 5:1 von Jan Przanowski und Eryk Kaminski gegen Tyler Haupt und Mario Häusl sowie einem 4:2 von Thorssell / Bartkowiak gegen Flint/Wölbert ganz nach Plan für Danzig, wobei Leon Flint hier noch einen Platz gutmachen konnte und so ein weiteres 5:1 verhinderte. Im vierten Durchgang dann jubelten Tyler Haupt und Jonas Knudsen über ein 1:5 gegen Jan Przanowski bei Ausfall von Krystian Pieszczek.


Auch Erik Riss konnte die klare Niederlage der Landshuter in Danzig nicht verhindern. Foto: Tomasz Rosochacki
Auch Erik Riss konnte die klare Niederlage der Landshuter in Danzig nicht verhindern. Foto: Tomasz Rosochacki

Dies sollte aber auch der einzige Punktsieg der Devils bleiben. In Heat fünf bauten die Gastgeber ihren Vorsprung mit einem weiteren 4:2 von Lahti/Bartkowiak gegen Knudsen/Riss wieder auf vier Punkte aus, mit ihren 5:1 im siebten und neunten Durchgang dann auf 12 Punkte. Landshut wehrte sich nach Kräften, es wurde erneut um jeden Punkt gerungen, doch mit insgesamt vier unentschiedenen Läufen sowie einem weiteren 4:2 von Thorssell/Bartkowiak gegen Knudsen in Heat 11 und einem 5:1 von Pieszczek/Lahti gegen Grunwald und Haupt – dieser war gestürzt, jedoch wieder aufs Bike gesprungen und weitergefahren – war Wybrzeze Danzig bereits vor den beiden letzten Heats durch und konnte den Liga-Gesamtsieg sowie den ersehnten Aufstieg feiern. Im 14. und 15. Durchgang fuhren mit Kim Nilsson und Jonas Knudsen zwar nochmals Devils als erste über die Ziellinie, unter dem Strich endeten diese jedoch unentschieden und konnten am Gesamtergebnis nichts mehr ändern. Mit 54:36 zogen die Devils letztlich gegen den Favoriten den Kürzeren.


Im Lager der Landshuter schwankte man zwischen Enttäuschung und Stolz auf das Erreichte. „Natürlich hätten wir hier heute gerne die Sensation perfekt gemacht; wenn man so weit gekommen ist und auch nach dem ersten Finallauf noch alles offen ist, dann will man gewinnen, das ist klar. Es hat heute nicht sollen sein; wir hatten deutliche Probleme bei den Starts, einige unserer Fahrer taten sich mit der richtigen Abstimmung schwer. Dass Danzig heute auf Sieg gepolt war, war auch klar – sie haben sich keine Schwächen geleistet, die wir hätten ausnutzen können, und auch den kurzfristigen Ausfall von Tim Sørensen kompensiert“, so der Erste Vorsitzende Gerald Simbeck. „Nichtsdestotrotz ziehen wir aber ein überaus positives Saison-Fazit. Für die Finalteilnahme hatte uns im Frühjahr sicher kaum jemand auf dem Zettel. Wie sich die Mannschaft trotz der ein oder anderen Widrigkeit immer mehr gesteigert und auch heute wieder gekämpft hat, das war schon beeindruckend. Jeder einzelne kann heute stolz sein auf das über die Saison Erreichte, und 2027 werden die Karten dann wieder neu gemischt.“


 
 
 

Kommentare

Mit 0 von 5 Sternen bewertet.
Noch keine Ratings

Rating hinzufügen
bottom of page