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„Das ist ein Tanz auf rohen Eiern“

Wie Dominik Werkstetter sein erstes Rennen nach langer Rekonvaleszenz erlebt hat.


Der erste Schritt führt knapp am Treppchen vorbei. Dominik Werkstetter wird beim Skijöring in Steingaden Vierter – in der Klasse für Speedwaymaschinen. Für Werkstetter ist das Rennen im Allgäu das erste Rennen nach einer langen Verletzungspause – und es endet für ihn in einem positiven Fazit: „Ich hatte gleich ein gutes Gefühl aufm Motorrad, obwohl das auf der Eisbahn komplett anders ist“, bilanziert der Langbahn- und Speedwayfahrer im neuen Podcast von bahndienst.com, der am Samstag online gegangen ist. „Das ist ein Tanz auf rohen Eiern.“


Der Sieg in Steingaden geht an Markus Gilgenreiner mit seinem Skiläufer Toni Seewald im Schlepptau, gefolgt von Kaspar Gilgenreiner mit Kaspar Gerg. Werksetter und sein Bretteralpinist Julius Latein liegen dahinter bis kurz vor Schluss auf Rang 3, werden dann aber in einem rustikalen Duell von Matthias und Thomas Rehm noch vom Bronzerang verdrängt. „Ich habe mich ganz außen hingestellt, das war die falsche Wahl“, räumt Werkstetter im Podcast ein. „Wir sind als Letzter rausgekommen, haben uns auf Rang 3 vorgekämpft, sind dann durch Kontakt mit anderem Team nur um einen Meter geschlagen Vierter geworden.“


Weil's so glatt ist, brauchst du eine längere Übersetzung. – Dominik Werkstetter

Für Werkstetter zählt nicht das reine Resultat, sondern vor allem der erste Schritt, wieder ein Gefühl für Rennen auf einer Bahnmaschine zu entwickeln. „Mein Skifahrer hat mich gut hergehalten“, berichtet er über die Eigenheit des Skijöring. „Im ersten Vorlauf haben wir einen Sieg geholt, dann waren wir zwei Mal Zweiter. Beim Setup hat uns die Erfahrung gefehlt; da hat man im Finale den Unterschied zu den älteren Fahrern gemerkt, die schon länger dabei sind.“


Skijöring ist eine höchst exotische Sparte mit wenig Rennen. Und wenn, dann finden die in Bayern oder in Österreich statt, wobei im alpinen Nachbarland in der Regel nur auf Crossmaschinen gefahren wird. Das klassische Skijöring hinter Speedwaymotorrädern gibt’s so gut wie nur in Steingaden.


Dominik Werkstetter zieht Julius Latein ums Eisoval von Steingaden. Foto: Dominik-Werkstetter-Racing
Dominik Werkstetter zieht Julius Latein ums Eisoval von Steingaden. Foto: Dominik-Werkstetter-Racing

Und es gehorcht ganz eigenen Gesetzen. Und die erklärt Werkstetter im neuen Podcast: „Weil’s so glatt ist, brauchst du eine längere Übersetzung mit mehr Hinterraddrehzahl, dann ist das alles ein bisschen ruhiger. Und die Radstandlänge macht auch viel aus. Das haben wir alles ein bisschen lernen müssen erst. Aber jetzt wissen wir’s besser.“


Im Podcast erläutert Werkstetter noch viel mehr spannende Details aus der eigentümlichen Bahnsportsparte. Das Online-Radio, in dem auch Eisspeedwayfahrer wie Max Niedermaier, Hans Weber, Paul Cooper, Franz Mayerbüchler, Simon Mayer und Christoph Kirchner sowie in einem langen Interview auch Jasper Iwema zu Wort kommen, könnt Ihr Euch hier direkt anhören:



 
 
 

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