Das spielt der Piraten-Sender
- Norbert Ockenga
- vor 19 Minuten
- 2 Min. Lesezeit
Reingehört, analysiert und enthüllt: Was die Playlist von Ben Iken über Charakter und Einstellung des 20-jährigen Störtebekerpokalsiegers verrät.
Um ihn herum herrscht der größte Trubel. Schraubenschlüssel klirren, Stimmen reden durcheinander und vermischen sich zu einem undurchdringbaren Grundrauschen, Kameras klicken, im Hintergrund wird ein Motorrad lärmend warmlaufen gelassen. Es ist der typische Soundtrack eines Fahrerlagers kurz vorm Start – die unverwechselbar Geräuschesuppe des Motorsports, der Klangteppich von Mensch und Maschine.
Doch Ben Iken sitzt ungerührt im Klappstuhl in seiner Box. Sein Kopf wippt verdächtig rhythmisch vor und zurück, mit kurzen, gleichmäßigen Bewegungen.
Denn Ben Iken ist kurz vor Heat 1 abgetaucht in seine eigene Welt. Mit Musik hat er sich vom Treiben seiner Mechaniker um sich herum abgekapselt. „In der Zone“, so heißt dieser Geisteszustand bei Sportlern auf Englisch: Es zählt nur Konzentration, innere Einkehr und das Besinnen auf das, was vor einem liegt.
Die weißen In-Ear-Kopfhörer signalisieren eine Unansprechbarkeit des 20-jährigen aus Ostfriesland. Aber was kommt aus diesen Kniepels in der Phase höchster Konzentration eigentlich heraus? Was hört ein junger Rennfahrer wenige Minuten bevor’s ernst wird?

Iken gewährt hier exklusiven Einblick in jene Playlist, die ihn zum Sieg beim Störtebeker-Superpokal in Halbemond gepusht hat. Eine Analyse der Titel nach Stilrichtungen ergibt ein klares Bild, warum die Playlist für einen Motorradsportler wie Iken ideal ist: Sie bildet eine Mischung aus Motivational Gangsta Rap, Hardcore Hip-Hop, Trap und Gym Music und hat insgesamt einen sehr klaren Fokus auf Motivations-, Kampf- und Gym-Musik. Der Gangsta Rap-Anteil zeichnet sich durch aggressive Beats, Straßenthemen, Selbstbehauptung und Durchhaltewillen aus. Der Motivational Rap, auch Workout Rap genannt, bearbeitet in seinen Lyrics Texte über Ehrgeiz, Erfolg, Kampfgeist und mentale Stärke. Kurz gesagt: Iken hat eine klassische „Beast Mode“-Playlist auf dem Handy, für Training, Kampfsport, Laufen oder mentale Motivation.
Oder zum Gewinnen eines Pokals, der nach dem bekanntesten Seeräuber Deutschlands benannt ist.
Exklusiv – diese Playlist hat Ben Iken auf seinem Handy:
Many Men (Wish Death)
50 Cent
Adonis Interlude (The Montage)
Dreamville & J. Cole
Can’t Be Touched
Roy Jones jr., Mr. Magic & Trouble
Till I Collapse
Eminem & Nate Dogg
Gangsta’s Paradise
Coolio & L.V.
Lose Yourself
Eminem
Sahara
Henson
Without Me
Eminem
Never Enough
Eminem, 50 Cent & Nate Dogg
Unnormal
RAF Camora, Bonez MC
Praise the Lord (Da Shine)
A$AP Rocky & Skepta
All the Way up (Remix)
Fat Joe, Remy Ma, David Guetta
Fast Lane
Bad Meets Evil
Trophies
Young Money & Drake
Go Hard, Go Home
Roy Jones jr., Giz, Swellz & Choppa
Beast – Southpaw Remix
Rob Bailey & The Hustle Standard
Red Nation
The Game & Lil Wayne
You Don’t Know
Eminem, 50 Cent, Ca$his
Last Breath
Future
Numb/Encore
JAY-Z & Linkin Park
Push up – Main Edit
Creeds
In Da Club
50 Cent
X Gon’ Give It to Ya – Int’l Bonus Track
DMX
Black and Yellow
Whiz Khalifa
Not Afraid
Eminem
All the Way up (feat. Infrared)
Fat Joe, Remy Ma
Still D.R.E.
Dr. Dre & Snoop Dogg



Kommentare