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Das spielt der Piraten-Sender

Reingehört, analysiert und enthüllt: Was die Playlist von Ben Iken über Charakter und Einstellung des 20-jährigen Störtebekerpokalsiegers verrät.


Um ihn herum herrscht der größte Trubel. Schraubenschlüssel klirren, Stimmen reden durcheinander und vermischen sich zu einem undurchdringbaren Grundrauschen, Kameras klicken, im Hintergrund wird ein Motorrad lärmend warmlaufen gelassen. Es ist der typische Soundtrack eines Fahrerlagers kurz vorm Start – die unverwechselbar Geräuschesuppe des Motorsports, der Klangteppich von Mensch und Maschine.


Doch Ben Iken sitzt ungerührt im Klappstuhl in seiner Box. Sein Kopf wippt verdächtig rhythmisch vor und zurück, mit kurzen, gleichmäßigen Bewegungen.


Im Video ist schön zu sehen, wie Ben Iken mit Rhythmus im Blut und Melodie unterm Hut in seine eigene Welt abtaucht. Video: Heike Kleene

Denn Ben Iken ist kurz vor Heat 1 abgetaucht in seine eigene Welt. Mit Musik hat er sich vom Treiben seiner Mechaniker um sich herum abgekapselt. „In der Zone“, so heißt dieser Geisteszustand bei Sportlern auf Englisch: Es zählt nur Konzentration, innere Einkehr und das Besinnen auf das, was vor einem liegt.


Die weißen In-Ear-Kopfhörer signalisieren eine Unansprechbarkeit des 20-jährigen aus Ostfriesland. Aber was kommt aus diesen Kniepels in der Phase höchster Konzentration eigentlich heraus? Was hört ein junger Rennfahrer wenige Minuten bevor’s ernst wird?


Meik Lüders (Mitte) und Klaus Nowack wirbeln in der Box von Ben Iken, um die Ersatzmaschine fürs Halbfinale herzurichten. Foto: Heike Kleene
Meik Lüders (Mitte) und Klaus Nowack wirbeln in der Box von Ben Iken, um die Ersatzmaschine fürs Halbfinale herzurichten. Foto: Heike Kleene

Iken gewährt hier exklusiven Einblick in jene Playlist, die ihn zum Sieg beim Störtebeker-Superpokal in Halbemond gepusht hat. Eine Analyse der Titel nach Stilrichtungen ergibt ein klares Bild, warum die Playlist für einen Motorradsportler wie Iken ideal ist: Sie bildet eine Mischung aus Motivational Gangsta Rap, Hardcore Hip-Hop, Trap und Gym Music und hat insgesamt einen sehr klaren Fokus auf Motivations-, Kampf- und Gym-Musik. Der Gangsta Rap-Anteil zeichnet sich durch aggressive Beats, Straßenthemen, Selbstbehauptung und Durchhaltewillen aus. Der Motivational Rap, auch Workout Rap genannt, bearbeitet in seinen Lyrics Texte über Ehrgeiz, Erfolg, Kampfgeist und mentale Stärke. Kurz gesagt: Iken hat eine klassische „Beast Mode“-Playlist auf dem Handy, für Training, Kampfsport, Laufen oder mentale Motivation.


Oder zum Gewinnen eines Pokals, der nach dem bekanntesten Seeräuber Deutschlands benannt ist.


Exklusiv – diese Playlist hat Ben Iken auf seinem Handy:


  • Many Men (Wish Death)

50 Cent


  • Adonis Interlude (The Montage)

    Dreamville & J. Cole


  • Can’t Be Touched

Roy Jones jr., Mr. Magic & Trouble


  • Till I Collapse

Eminem & Nate Dogg


  • Gangsta’s Paradise

    Coolio & L.V.


  • Lose Yourself

    Eminem


  • Sahara

    Henson


  • Without Me

    Eminem


  • Never Enough

    Eminem, 50 Cent & Nate Dogg


  • Unnormal

    RAF Camora, Bonez MC


  • Praise the Lord (Da Shine)

    A$AP Rocky & Skepta


  • All the Way up (Remix)

    Fat Joe, Remy Ma, David Guetta


  • Fast Lane

    Bad Meets Evil


  • Trophies

    Young Money & Drake


  • Go Hard, Go Home

    Roy Jones jr., Giz, Swellz & Choppa


  • Beast – Southpaw Remix

    Rob Bailey & The Hustle Standard


  • Red Nation

    The Game & Lil Wayne


  • You Don’t Know

    Eminem, 50 Cent, Ca$his


  • Last Breath

    Future


  • Numb/Encore

    JAY-Z & Linkin Park


  • Push up – Main Edit

    Creeds


  • In Da Club

    50 Cent


  • X Gon’ Give It to Ya – Int’l Bonus Track

    DMX


  • Black and Yellow

    Whiz Khalifa


  • Not Afraid

    Eminem


  • All the Way up (feat. Infrared)

    Fat Joe, Remy Ma


  • Still D.R.E.

    Dr. Dre & Snoop Dogg



 
 
 

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