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„A Olchinger G’wachs“

Patrick Hyjek war einer der Hauptdarsteller beim Olchinger Heimsieg am Sonntag.


Martin Smolinski geriet schier ins Schwärmen. „Im Herzen ist er ein Olchinger, und das hat er heute deutlich gezeigt.“ So charakterisiert der Vereinschef und Mannschaftskapitän des MSC Olching seinen 19-jährigen Teamkollegen Patrick Hyjek – der mit seinem Maximum ein wertvoller Eckpfeiler beim Heimsieg der Gelbblauen im Zweitligarennen am Sonntag gewesen ist.


Hyjek gewann nicht nur alle seine Läufe, sondern tat das teils mit atemberaubend vielen Metern Abstand. Der frischgebackene Abiturient ging einst aus dem MSCO-Nachwuchs hervor, ehe er mit seiner Familie nach Leipzig zog – und längst als eines der verheißungsvollsten Jungtalente im Speedway gilt.


Smolinski fasste Hyjeks Werdegang noch mit einem kurzen bayerischen Spruch zusammen: „A Olchinger G’wachs.“ Sehr gut sei es bei ihm gelaufen, lächelte Hyjek dann auch selbst: „Bis zu den Finalläufen war es spannend, dann haben wir alle unseren Job gemacht. Jeder hat noch Mal einen guten Lauf hingelegt, und so haben wir uns den Tagessieg gesichert, darüber sind wir sehr glücklich.“


Tatsächlich war das Olchinger Zweitligarennen eine ständige Kopf an Kopf-Angelegenheit zwischen den Gastgebern und den Inn Isar Devils. Ab dem zweiten Lauf trennten die beiden bayerischen Teams maximal zwei Punkte.


Die Abstimmung musste durchgängig angepasst werden. Dabei haben wir gut zusammengearbeitet. – Patrick Hyjek

In einem „top, top Zustand“ sei auch die Bahn gewesen, ergänzte Hyjek: „Hut ab – ein großes Kompliment an den MSC Olching. Nach dem heftigen Regen am Samstag war die Bahn am Sonntag sehr gut zu fahren.“


Nur am Anfang sei die Deckschicht etwas ruppig gewesen, erwähnte derweil Smolinski. Das war auch der Grund, weshalb Julian Kuny im vierten Lauf ohne Fremdkontakt haarig crashte – aber ohne Folgen.


Patrick Hyjek überzeugte in Olching mit einem Maximum. Foto: Heike Kleene
Patrick Hyjek überzeugte in Olching mit einem Maximum. Foto: Heike Kleene

Und weil sich der Zustand der Piste immer mehr von griffig in Richtung hart veränderte, hätte auch die Abstimmung durchgehend angepasst werden müssen, betonte Hyjek noch: „Das haben wir gemacht und dabei einfach gut zusammengearbeitet.“ Stichwort Maximum: Auch Martin Smolinskis Rennoutfit blieb sauber, weil er fast immer ganz vorne driftete und ebenfalls 15 Zähler auf das MSCO-Konto buchte. Die weiteren 14 Olchinger Punkte lieferten Patricia Erhart, Sebastian Adorjan und André Damian.


Indes: Mit dem Sieg katapultierte sich die Smolinski-Crew auf Platz 2 der Zweitligatabelle, wobei die Titelchancen völlig intakt sind. An der Spitze halten sich nach wie vor die MC Güstrow Torros auf, dahinter lauern aber Olching und die Inn Isar Devils mit je nur einem Matchpunkt weniger.


Spannender könnte es also nicht sein, wenn am 25. September in Landshut die drei Topteams aufeinandertreffen. „Wir werden dann alles dafür tun, um am Ende vorne zu landen“, stellt Hyjek schon klar, und auch Martin Smolinski blickte bereits voraus: „Ich kenne dort jeden Meter Bahn aus dem Effeff und werde die richtigen Tipps in Sachen Abstimmung geben können – da ist was drin.“

 
 
 

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