Die rechte Hand des Teufels
- Norbert Ockenga
- vor 2 Stunden
- 1 Min. Lesezeit
Emil Milberg, 28, ist in Teterow und Halbemond schlicht nicht fit genug, um gut zu sein.
Die Faust zu ballen fällt schwer. „Ich kann immer noch nur mit 85 Prozent Kraft zupacken“, gesteht Emil Milberg. Dabei fällt sein Blick auf eine wüst aussehende Wunde auf seinem rechten Handrücken, zwischen Daumen und Zeigefinger. „Die habe ich mir bereits in Pocking zugezogen“, knirscht der Schwede, der vier Minuten von der Ligabahn des Vereins Masarna Avesta entfernt wohnt.
Beim Vierländerkampf in Pocking war der Schwede nach einer Kollision „mit irgendeinem Tschechen“ zu Fall gekommen, auf der rechten Hand gelandet – und dann über die einige Meter weit über die bayerische Bahn geschubbert. „Der Handschuh war aufgerissen – und die Wunde ging runter bis auf den Knochen. Deswegen mussten die Ärzte sogar daran operieren.“
Die Wunde ging tief runter bis auf den Knochen. – Emil Milberg
Am Pfingstwochenende bestritt Milberg in Deutschland erst seine Rennen 4 und 5 nach der Verletzungspause: samstags beim Auerhahnpokal in Teterow, sonntags beim Störtebeker-Superpokal in Norden. Beide Male fällt er unter die Kategorie „sang- und klanglos“.

Milberg weiß: Die deutschen Starts sei eigentlich zu früh gekommen. Aber hätte sich mit einer Rosskur wieder in Form bringen und die Heilung beschleunigen wollen.



Kommentare