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„Die wichtigen Rennen kommen jetzt“

Warum Luca Bauer beim offenen Eisspeedway in St. Johann hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist.


Luca Bauer ist die Wundertüte der frühen Eissaison. Der 26-Jährige aus Reit im Winkl beendete die EM 2025 als Zweiter, rein fahrerisch gehört er also zur absoluten Spitze. Doch in diesem Jahr lösen sich Licht und Schatten ab. Beim offenen Rennen in St. Johann kam Bauer im Hoffnungslauf gar nur auf den letzten Rang und verpasste den Einzug ins Tagesfinale – in einem EM-vergleichbaren Feld.


Auch bei den bisherigen Rennen in Schweden hat Bauer sein Potenzial gezeigt, aber in Wellen. Man sieht es oft auf den ersten Blick: Wenn er zwischen mehreren Linien hin und her wechselt, ist das häufig ein Zeichen für Ratlosigkeit – und für Versuche, sich an den eigenen Haaren irgendwie aus dem Sumpf zu ziehen.


Und in St. Johann führte er seine Leistung vor allem auf die Eisbeschaffenheit zurück.


Ich habe es versucht, bin aber überhaupt nicht zurechtgekommen. – Luca Bauer

Das hätte nämlich unter konstantem Tauwetter mit zweistelligen Plusgeraden in den Tagen vor den Rennen schwer gelitten, war – obwohl auch Natureis – nicht zu vergleichen mit dem Terrain in Schweden. „Durch das Wetter war es leider ein reines Schnee-Eis“, charakterisiert Bauer. „Ich habe es versucht, bin aber auf diesen schlechten Bedingungen überhaupt nicht klargekommen – und auf meiner Linie außen konnte ich da auch nicht so fahren wie etwa letztes Jahr.“


Luca Bauer (Startnummer 1) kann in St. Johann das Tempo von Hans Weber und Anderen nicht halten. Foto: Facebook Eisspeedway St. Johann/Pg.-Livestream
Luca Bauer (Startnummer 1) kann in St. Johann das Tempo von Hans Weber und Anderen nicht halten. Foto: Facebook Eisspeedway St. Johann/Pg.-Livestream

Deswegen schaltete er schon nach den ersten Heats einen Gang runter, ließ Vorsicht walten und die Brechstange stecken. „Ich habe geschaut, irgendwie das Beste aus dem Ganzen zu machen, habe aber bei den Bahnverhältnisen nichts riskiert, weil es mir das nicht wert ist, mich bei diesen Bedingungen zu verletzen“, begründet Bauer. „Zumal ich weiß, dass ich bei so einem Eis auch einfach nicht mithalten kann; die wichtigen Rennen kommen jetzt.“



 
 
 

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