Dreikampf an der Spitze
- Norbert Ockenga
- 10. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
So lief das Training zum Roloef-Thijs-Pokal am Freitagvormittag in Heerenveen.
Das Training war eh’ schon lang angesetzt. Doch durch diverse Stürze zog es sich noch mehr in die Länge.
Auch die Deutschen machten Bekanntschaft mit dem harten Eis im Thialf. Christoph Kirchner stürzte gleich zu Beginn, weil er mit dem Reifenluftdruck daneben gelegen hatte.
Danach stürzte auch Bernhard Sanftl, der sich bei seinem Crash die unteren Schrauben von der Lenkerbefestigung abbrach. Das reparierten Tuner Steffen Höppner und Michael Schwimmer allerdings in Windeseile.

Novize Simon Mayer rutschte bei seinem Training immer wieder auf dem Sattel nach vorn, saß dann zu nahe am Lenker und konnte die Maschine nicht über die Front unter Kontrolle halten. Deswegen fahndete Mechaniker Markus Jell in der Box von Niedermaier d.J. nach einem Ersatzsattel mit besserem Halt. Das Niedermaier-Lager hätte auch einen Sattel paratgestellt. Doch Jell rekapituliert, Mayer hätte lieber den vertrauten behalten wollen, stattdessen hätte man an der Kupplung und am Lenker etwas umgebaut.
Max Niedermaier d.Ä. tauchte nach dem Training gegen 13:30 Uhr in Heerenveen auf. Und beklagte Schlafmangel, weil er auf Geheiß seiner mitreisenden Freunde schon um vier Uhr statt wie von ihm erhofft gegen acht in Oberbayern hätte losfahren müssen. Während er am Nachmittag Schlaf nachholen wollte, ging sein 25-jähriger Vetter nur schnell etwas essen; schlafen, meint er, sei am Nachmittag das Falsche für ihn.
Zeiten gibt es keine. Doch Arttu Lehtinen hinterließ mit extrem risikobereiter Fahrweise einen starken Eindruck, der Finne könnte auf Augenhöhe mit den beiden Niederländern Sebastian Reitsma und Leon Kramer kämpfen. Kirchner bestach mit schnellen Starts, auch Sanftl kam gut aus den Bändern und wirkt wie ein Anwärter auf die besten 15.

Melwin Björklin brauchte einige Zeit, sich auf die ruppige Bahn einzufuchsen, war aber gegen Ende des Vormittags ähnlich stark unterwegs wie bei seinem eindrucksvollen Einstand im Vorjahr. Damit kämpft er auf Augenhöhe gegen den wiedergenesenen Jimmy Hörnell.
Paul Cooper kämpfte zu Anfang mit Zündaussetzern. Nach einem Zündkerzen- und -kappenwechsel lief der Motor klaglos. Cooper fährt mit jenem weißen Motorrad aus dem Lager von Niclas Svensson, das der WM-Anwärter in Inzell zuerst verwendet, dann aber aussortiert hatte. „Die Maschine fühlt sich um ein Vielfaches besser an“, strahlt Cooper, „als als das Motorrad, mit dem ich im Winter in Schweden gefahren bin.“



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