Gründe für die Bruchlandungen
- Norbert Ockenga
- vor 4 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Hans Weber stürzt in Inzell gleich drei Mal – und geht auf Ursachenforschung.
Hans Weber lächelt säuerlich. „So kann man’s auch machen“, scherzt er – nachdem er in den Vorläufen von Inzell gleich drei Mal gestürzt ist.
Der erste Unfall hat ein spektakuläres Vorspiel: Franz Zorn hat den Start für sich entschieden, doch Heikki Huusko und Hans Weber fallen ausgangs der zweiten Kurve über den Österreicher her – einer außen, der andere innen. Beide toben an Zorn vorbei und schießen in die erste Kurve rein.
Dort schmeißt es Weber.
Die anderen beiden Stürze passieren jeweils vor der Fahrerlagertribüne ausgangs der Zielkurve. Beide Male rutscht ihm das Heck weg.
Bei der Analyse nach dem Rennen mutmaßt er: „Wir haben vermutlich einen kaputten Stoßdämpfer gehabt, deswegen hat es das Heck ausgelassen. Nachdem der Grip so extrem abgerissen ist, haben wir nach einer Ursache suchen müssen. Wir haben das Hinterrad getauscht und den Luftdruck im Reifen geändert, auch den Stoßdämpfer noch gewechselt.“
Wir hatten vermutlich einen kaputten Stoßdämpfer. – Hans Weber
Doch nichts hat gefruchtet: „Am Kurvenausgang war das Heck einfach nicht stabil genug, obwohl sich die Maschine sonst sehr gut angefühlt hat. Wir müssen jetzt alles ausbauen und zerlegen. Denn ob innen drin was gebrochen sind, wissen wir nicht.“

Erst für seinen letzten Einsatz wechselt „Der Eishans“ aufs Reservemotorrad. „Aber da habe ich natürlich nichts mehr riskiert. Zudem hatten wir mit der Maschine wie schon gestern im Freien Training immer Motoraussetzer. Da haben wir elektronisch was gemacht – an der Zündung. Die letzten Komponenten sind dann noch die Spulen. Da entscheiden wir noch, ob wir den Motor raustun.“
Die Aussetzer seien immer an der gleichen Stelle aufgetreten: „Das war immer am Ende der Geraden. Noch bei Vollgas hat er seine Aussetzer gehabt. Im Training gestern habe ich das kompensiert, indem ich in der Kurve noch Mal nachgedrückt habe. Aber das ist in einem Grand Prix eher schwierig.“



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