Singt und schwingt das Bein
- Norbert Ockenga
- vor 2 Stunden
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Aki Ala-Riihimäki hat in Inzell noch ein kleines Fünkchen Hoffnung, doch in Heerenveen fahren zu können.
Er schwingt das Bein locker auf und ab. Zu gern, gesteht Aki Ala-Riihimäki vor dem Weißwurststand an der Max-Aicher-Arena, würde er in Heerenveen wieder fahren. Dabei stützt er sich auf den Unteramgehstützen ab und zeigt: Die Beweglichkeit im Bein ist zwar noch da.
Doch das Knie wird immer noch in einer Orthese stabilisiert. Der 59-jährige Finne darf seinen Schien- und Wadenbeinbruch immer noch nicht belasten. „In der Woche nach Inzell“, kündigt er mit einem Lächeln und im ihm eigenen sehr brüchigen Englisch an, „muss ich zum Arzt, um zu gucken, wie sich die Heilung entwickelt. Der wird mir empfehlen, ob ich in Heerenveen fahren darf – oder nicht.“
Grinsend und radebrechend setzt er nach: „In meinem Alter muss man auf seine Ärzte hören. Auch wenn man meint, es selber besser zu wissen.“
In meinem Alter sollte man auf seine Ärzte hören. – Aki Ala-Riihimäki
Inzwischen ist die Untersuchung erfolgt. Mit dem Ergebnis: Ala-Riihimäki, der zusammen mit seiner Frau Nina in Inzell vor Ort war, muss auch das Wochenende in Südfriesland sausen lassen. Bis zum 15. April dürfe er den kompliziert gebrochenen Unterschenkel weiterhin nur mit der Hälfte seines Körpergewichts belasten, rapportiert Ala-Riihimäki.

Zudem habe sich durch die lange Schonhaltung mit Komplettentlastung die Muskulatur so weit zurückgebildet, dass das Bein dürr und schwach geworden sei.
Und das alles langt nicht, um eine Eisspeedwaymaschine mit der dafür nötigen Beinarbeit zu bändigen.
Der finnische Tüftler möchte sich nun mit voller Kraft auf die Vorbereitung für die kommende Saison stürzen.



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