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Güstrow gewinnt Nordostkrimi

Im dritten Lauf zur Speedway-Bundesliga fällt die Entscheidung nach einer gewaltigen Aufholjagd erst im letzten Lauf.


Schon die äußeren Bedingungen sind nichts für Warmduscher. Kurz vor dem Rennen geht ein heftiger Schauer über dem Stadion nieder. Dass die Bahn das Wasser aushält, steht außer Frage. Aber das Rennen kann ohne Training erst kurz nach 21 Uhr gestartet werden.

  

Der Abend bleibt nichts für schwache Nerven. Gleich zu Beginn ein Schock für die Gastgeber. Villads Nagel, der schon beim ersten Rennen hochmotiviert an die Sache gegangen ist und immer wieder deutlich macht, dass er unbedingt mit den Torros gewinnen will, ist derart schnell am Start, dass das Band noch gar nicht oben ist.


So muss Bastian Pedersen, der nach der Auftaktniederlage für das Heimrennen verpflichtet worden ist, es allein richten. Und das macht der junge Däne mit einem Laufsieg hervorragend. Im zweiten Lauf können die Nordsterne ein 4:2 erzielen – und danach beginnt eine Rennphase, in der die einheimischen Torros stark auftrumpfen. Mit zwei Doppelsiegen von Bastian Pedersen mit William Dreijer respektive Valentin Grobauer sowie zwei Laufsiegen von Villads Nagel konnten die Gastgeber die Führung übernehmen und den Vorsprung auf acht Punkte erhöhen.


Bastian Pedersen (vorn) ist ein Erfolgsgarant für Güstrow, William Dreher (dahinter) sammelt mehr Motorschäden als Punkte. Foto: Matthias Lehmann
Bastian Pedersen (vorn) ist ein Erfolgsgarant für Güstrow, William Dreher (dahinter) sammelt mehr Motorschäden als Punkte. Foto: Matthias Lehmann

Wie so oft schon in den Bundesliga-Matches, geht dann ein Ruck durch die Mannschaft, und mit einem Doppelsieg starten die Nordsterne in die zweite Halbzeit der Punktläufe. Zwar können Villads Nagel und der stark fahrende Tyler Haupt mit einem Doppelsieg ihrerseits noch einmal den Abstand herstellen, aber anschließend gelingen den Torros nur noch zwei Unentschieden und sogar zwei Mal nur zwe Punkte, so dass es vor den abschließenden Finals mit 38:34 nur noch vier Punkte Abstand hat.

  

Im ersten Finallauf sichern sich Nagel und Haupt hinter Kevin Wölbert ein Unentschieden. Damit geht es mit der gleichen Ausgangssituation in den abschließenden Heat. Und hier wird es richtig dramatisch, zunächst schaut es wieder nach einem Unentschieden aus, denn hinter dem starken Jacob Thorsell ist das Güstrower Paar geschlossen, aber dann ereilt Bastian Pedersen in der letzten Runde ein Schaden an seiner Maschine – so muss Valentin Grobauer mit einem zweiten Platz den denkbar knappen Heimsieg sichern.

  

Damit halten die MC Güstrow Torros Anschluss in der Bundesligatabelle. Alle Teams haben ihre Heimrennen gewonnen, nach der Hälfte aller Begegnungen entscheidet somit die Differenz der Laufpunkte über die Reihenfolge. Die Nordsterne können mit der knappen Niederlage ihre Führung verteidigen, während die Torros hinter den Wölfen vom MSC Wittstock auf dem letzten Platz verbleiben.


Im nächsten Match tritt der Tabellenerste auswärts am 1. August beim MSC Wölfe Wittstock an, bevor im Herbst die Güstrower zuerst nach Stralsund müssen, ehe das Heimrennen den Saisonabschluss bildet.

 
 
 

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